HÄLLAS – PANORAMA

HÄLLAS

Titel: PANORAMA

Label: ÄVENTYR RECORDS

Spieldauer: 44:12 Minuten

VÖ: 30. Januar 2026

Die schwedischen Neo Prog Hardrocker HÄLLAS stellen ihr viertes Studioalbum „Panorama“ vor und entführen den Hörer in ihre musikalische Fantasy Welt. Der Fünfer kombiniert melodische Twin Gitarren, Vintage Synthies und mystisches Storytelling zu ihrem ganz eigene Genre: Adventure Rock.

HÄLLAS wurden 2011 gegründet und hatten ihren Durchbruch mit ihrem Full Length Debüt „Excerpts From A Future Past (2017) und der darin enthaltenen Hitsingle ‚Star Rider‘. „Conundrum“ (2020) und „Isle of Wisdom“ zwei weitere Jahre später ebneten den Weg für den vielleicht vielseitigsten und komplexesten Output der Gruppe.

Mit ihrem einzigartigen Mix aus 70er Prog, 80s Soundtrack, Proto Metal, Metal und einem Schuss AOR, Folk und Psychedelia besitzt die Gruppe in der modernen Prog und Hardrock Szene einen gewissen Kultstatus, den sie mit ihrer neuen Scheibe weiter festigen dürften.

Denn „Panorama“ ist einerseits typisch HÄLLAS, andererseits hat man die Band in vielen Momenten so noch nicht gehört. Los geht das mit dem eröffnenen Epos `Above The Continuum´, ein beeindruckendes, über 20-minütiges Werk, das sämtliche Aspekte des Signaturesounds abdeckt, die Spannung über die gesamte Dauer hochhält, wenn nicht sogar steigert und auch noch Italo-Disco, Chöre, Bläser, Streicher und eklektische Instrumentalpassagen hinzufügt.

Die markante, Charakter-Stimme von Tommy Alexandersson tut ihr Übriges zu einem episch-fesselnden Einstieg., bevor die übrigen vier Tracks den Blick auf das musikalische „Panorama“ freigeben, zu dem HÄLLAS nunmal willens und in der Lage sind. An erster Stelle der rockdiscotaugliche Ohrwurm `Face of an Angel´, gefolgt von der spacigen Pianoballade `Bestiaus´. Die beiden eingängigen Nummern `The Emissary´, gradlinig und durchaus heavy, und das zugleich melancholische wie mitreißende Finale `At the Summit´ erinnern eher an den Sound des Debüts und schließen so den Kreis.

Panorama“ ist nicht nur eine runde, kurzweilige und gekonnte Sache, sondern in allererster Linie verträumter klanglicher Espakismus, eine cineastisch-entrückte Rast und die vertonte Realitätsflucht in ihr fernes, eigenständiges Space Rock Universum.

Michael Gaspar vergibt 9 von 10 Punkten