GOATH – IV: SILENCING THE PROPHETS OF DECEIT

GOATH

Titel: IV: SILENCING THE PROPHETS OF DECEIT

Label: VÁN RECORDS

Spieldauer: 53:38 Minuten

VÖ: 2025

Mit ihrem vierten Longplayer kamen die fränkischen Black Deather von GOATH bereits im frühen Sommer 2025 um die Ecke. Die Scheibe ist an mir vorübergegangen, aber die hier vorgelegte Qualität erzwingt in mir eine Rezension nachzuliefern.

GOATH liefern auch auf ihrer vierten Platte kernige Black/Death Kost, allerdings haben sie offenbar ein paar Register mehr Death Metal gezogen. Deicide schimmern beispielsweise an vielen Ecken im Gesang durch, Morbid Angel bei einigen Arrangements und eine ordentliche Thrash Kante haben die Franken ebenfalls mit eingezogen. So bleibt ein ordentlicher Stilmix, der schon mit seinem abwechslungsreichen Songwriting punkten kann. Bemerkenswert ist allerdings die sehr dynamische Arbeit hinter dem Schlagzeug. Drummer Serrator (u.a. Total Hate) zaubert hier wirklich etliche hochinteressante Fills in sein sonst straightes und handwerklich erstklassiges Drumming ein. Das erinnert mich sehr an Dobber Beverly (u.a. Necrofier, Malignant Altar, Terror Corpse), der ebenfalls immer hochklassiges Drumming darbietet. 

Einzelne Songs herauszuheben fällt mir in der Tat schwer, da das Album in seiner Gesamtheit hochklassig ist. Vielleicht ist der Abschlusstrack ‚Schwefeltaufe’ herauszustellen, der sich über 14 Minuten erstreckt und von 70’s Gitarrensoli über Morbid Angel Riffs bis zum niederträchtigen Gekloppe und abschließender diabolischer Sprachsequenz sehr viele Facetten bietet.

Eine absolut empfehlenswerte und erstklassige Scheibe, die GOATH herausgelassen haben. Wahrscheinlich sogar das beste Album in ihrer Diskographie. Nachträglich ist „IV: Silencing the Prophet of Deceit“ noch in meine Top 20 des Jahres 2025 eingerückt. Sehr geil!

Ingo Holzhäuser vergibt 9 von 10 Punkten