FUMING MOUTH – THE RINGING BELL

FUMING MOUTH

Titel: THE RINGING BELL

Label: TRIPLE B RECORDS

Spieldauer: 34:02 Minuten

VÖ: 17. Juli 2026

Gut zweinhalb Jahre nach dem Zweitling Last Day of the Sun veröffentlicht das Massachusetts Death Metal/Hardcore Kombinat von FUMING MOUTH seinen Drittwerk „The Ringing Bell“.

FMING MOUTH präsentieren sich abermals als amerikanischer Pickup im Stil eines Dodge Ram mit ordentlich schwedischem Schlamm in den Radkästen und einer gut geschmierten Kettensäge auf der Ladefläche, die ausschließlich in schwedischen Wäldern genutzt wurde. Im Fahrgastraum läuft im Radio ausschließlich Crust, Hardcore und Sludge neben Stockholmer Schule Mix aus Carnage/Nihilist/Dismember und Entombed. 

Vor dem Hintergrund der Leukämiererkränking von Sänger Mark Whelan firmierte schon der Vorgänger und auch der aktuelle Output hält die Nachwehen dieses Lebenseinschnittes in Wort und Ton fest. Gefühlt erkennt man FUMING MOUTH direkt und dennoch schaffen sie es sich deutlich vom Vorgänger abzuheben. Abermals unter der Regie von Converges Saitenmeister Kurt Ballou in dessen God City Studios aufgenommen fräsen sich FUMING MOUTH durch 12 Songs voller Heavyness, Emotionen und brutaler Musik.

Im Gegensatz zum direkten Vorgänger verhält sich das Songmaterial deutlich archaischer und reduzierter und damit noch ne Ecke roher als zuvor. Auch im Sound empfinde ich eine spürbar grobere Ausrichtung, die den rauen Ansatz deutlicher macht. Mark Wehlans Vocals sind angepisst wie eh und je. Dennoch schafft er es melancholische Momente in sein Gekeife Einzug halten zu lassen wie beispielsweise ‚Hidden in the Moor‘ zeigt. Grandios ist dabei auch das pointierte Schlagzeugspiel von Jay Weinberg (ex-Slipknot) und der fräsende Gitarrensound ist nicht von dieser Welt. Alleine deswegen lohnt sich die Anschaffung dieser Platte wahrscheinlich schon. Schöne Verneigung vor Dismember in ‚Barbarian Scourge‘ im übrigen.

Starke dritte Scheibe von FUMING MOUTH, die zwar das Rad nicht neu erfinden aber zeigen wie Räudigkeit, Heavyness und melancholische Akzente in einem Death Metal/Crustcore Gewand gepackt werden können. Hut ab und jetzt gleich nochmal auflegen. Saugeil!

Ingo Holzhäuser vergibt 9 von 10 Punkten