ETERNITY´S END – TITANBLOOD

ETERNITY´S END

Titel: TITANBLOOD

Label: SCARLET RECORDS

Spieldauer: 53:05 Minuten

VÖ: 06. November 2026

Technisch versierter Vollgas-Power-Metal ist das Steckenpferd der bayrischen Formation ETERNITY´S END, die ihren vierten Langdreher “Titanblood” vorstellt. Das musikalische Sixpack will die Fans mit schnellen, teilweise aggressiven und technisch anspruchsvollen Songs aus der Reserve locken. Die kraftvollen Vocals von Neu-Sänger und Frontmann Mike Livas (Prydian, Bloodorn, Silent Winter, Ex-Fortress Under Siege) treffen auf hymnische Refrains, verrückte Soloduelle und Harmonien sowie Riffs an der Grenze zum Technical Thrash.

Darüber hinaus fügen die zehn neuen Songs dem Sound auch progressivere Parts und barocke Töne sowie symphonische Elemente wie Orchestrierungen und Chöre hinzu. Angeführt wird die Band von Gitarrist Christian Muenzner (Ex-Obscura, Paradox, Necrophagist). Der zweite Gitarrist im Lineup ist Justin Hombach, Jimmy Pitts ist an den Keyboards zu hören, während Linus Klausenitzer den Bass und Hannes Grossmann das Schlagzeug bedient.

Auf den ersten Blick repräsentieren Songs wie der flotte Opener `The Gods Of Bal Sagoth´ und der grandiose Titeltrack melodischen, eingängigen europäischen Power Metal mit Überschall-Tempo. Hinzu kommen jedoch die genannten Elemente sowie variable Vocals inklusive hoher, klassischer Metalscreams und lange Solo- und -Instrumentalpassagen von Gitarren und Keyboard. Schlagzeuger Grossmann kann wohl so manchen Legday im Fitnessstudio auslassen, bei dem, was er hier an Wucht und Geschwindigkeit hinter der Schießbude veranstalten muss.

Stücke wie der atmosphärische Ohrwurm `Ravenheart´ und das packende Finale `Rule The Night´ liefern das perfekte Zusammenspiel aus traditionellem Metal, rasendem Tempo, kraftvollen Melodien, symphonischen Elementen und technischer Raffinesse und gehen zudem stimmungsvoll und abwechslungsreich und größtenteils mit Songlängen zwischen fünf und sieben Minuten gleichzeitig auch komplex und verschachtelt und doch eingängig zu Werke.

Bemerkenswerte Scheibe mit teilweise grandiosen Kompositionen und einem in dieser Kombination aus Überschall-Speed, Eingängigkeit und technischem Anspruch nicht ganz alltäglichen Soundmix, der auf diese qualitativ hochwertige Weise Fans aller genannten Genres abholen sollte.

Michael Gaspar vergibt 8 von 10 Punkten