ETERNAL SILENCE – TIMEGATE ANATHEMA

ETERNAL SILENCE

Titel: TIMEGATE ANATHEMA

Label: ROCKSHOTS RECORDS

Spieldauer: 50:28 Minuten

“Timegate Anathema” ist der vierte Longplayer aus dem Hause der italienischen Symphonic Metal Band ETERNAL SILENCE. Das Quintett aus der Lombardei würzt seine ebenfalls dosierten symphonischen Elemente dabei immer wieder mit Anteilen aus Prog und Power Metal.

Die Vocals teilen sich Frontfrau Marika Vanni und Gitarrist Alberto Cassina, wobei Vanni den Löwenanteil von etwa zwei Dritteln übernimmt. Opernhaften Gesang und allzu üppige Orchestrierungen sucht man vergeblich, dafür gibt es zwei meist angenehme Stimmen, die sich mit schönen Melodiebögen, schicken Gitarrenleads sowie Streicher- und Piano-Klängen messen und duellieren, vor allem aber bestens mit ihnen harmonieren.

Manche Komposition hat dabei so ihre Längen, beim Opener ‚The Way Of Time‘ oder dem an sich guten ‚Ancient Spirit‘ hätte ein Ende nach etwa vier Minuten die Songs nicht schlechter gemacht. Am besten wissen das düstere und trotzdem eingängige ‚Heart Of Lead‘ und das größtenteils als “echtes” Duett funktionierende ‚Rain‘ zu gefallen.

Die Ballade ‚Lonely‘ bestreiten die männlichen Vocals Cassina´s komplett allein und sein Timbre klingt nicht nur hier nach einer Mischung aus Bernhard Weiss (Axxis) und Angelo Kelly, bevor ein packendes Solo den Track abschließt. Das fluffig-poppige mit hohem Synthie-Anteil versehene ‚Glide In The Air‘ gefällt ebenso wie das majestätische, abwechslungsreiche ‚My Soul Sad Until Death‘.

Die akustische, nur von Piano und Streichern begleitete, von der Frontfrau brillant gesungene Ballade ‚Firefly‘ gehört definitiv zu den Höhepunkten der Scheibe, bevor ‚Red Death Masquerade‘ noch einmal alle Trademarks der Band auf sich vereinigt.

Insgesamt eine solide, angenehm anzuhörende Scheibe mit ein paar Längen, der ein wenig die richtig großen Höhepunkte abgehen, die im Gedächtnis haften bleiben.

Michael Gaspar vergibt 7 von 10 Punkten