EALDOR BEALU – GRAVES OF THE SILENT PLAIN

Ealdur Bealu - Graves Of The Silent Plain

EALDOR BEALU

Titel: GRAVES OF THE SILENT PLAIN

Label: Ripple Music

Spieldauer: 42:17 Minuten

VÖ: 10. Juli 2026

Eine nicht ganz leicht zu konsumierende, bei genauerem Hinhören aber ziemlich mitreissende Kombination aus Psychedelic Rock, Doom, Postrock, Sludge und Stoner kredenzen uns die EALDOR BEALU auf ihrem vierten Longplayer „Graves Of The Silent Plain“.

EALDOR BEALU

Ich kannte die EALDOR BEALU bis zu diesem Review noch gar nicht, war bei meinen Hausaufgaben (sprich: alle alten Alben der Band anhören) aber positiv überrascht, wie geil sich diese Band aus Idaho bereits auf ihrem grandiosem, noch recht getragenen und balladesken Debüt „Dark Water At The Foot Of The Mountain“ (2017)  klang und wie sie sich bis heute organisch weiterentwickelt hat. Grob gesehen kann man den Sound von EALDOR BEALU auf „Graves Of The Silent Plain“ als originelle Mischung aus Mastodon, neueren Borknagar, Dool,  The Gathering und Lone Distance Calling mit Vibes von Pink Floyd, Black Sabbath und Kyuss beschreiben.

GRAVES OF THE SILENT PLAIN

Der treibene, leicht stonernde Opener ‚Ponderay‘ ist vielleicht der härteste Song der bisherigen Bandhistorie und klingt wie ein intensiver Bastard aus alten Sabbath, Mastodon und alten The Gathering. Das folgende Highlight ‚Abandoned To Decay‘ klingt wie eine episch-doomige Version von Aerials (System Of A Down) gepaart mit postrockiger Long-Distance-Calling-Dramaturgie.

Das verträumt-balladeske ‚Erosion‘ wird gesanglich komplett von Sängerin (und Bassistin) Rylie Collingwood getragen, die auch alle anderen Songs mit ihrer oft hypnotisch-sirenenhaft eingesetzten Stimme veredelt, die mich manchmal auch an Anneke von Giersbergen (The Gathering, Ayreon) denken lässt. Klingt beim Hören wunderschön, bleibt allerdings auch nicht wirklich hängen.

Die beiden letzten Songs ‚Cold Mountain‘ und vor allem der starke Closer ‚Buried At Boothill‘ fangen beide balladesk-bedächtig an, um sich dann im Songverlauf in bester Sludge-Manier weiter – aber jeweils auf ziemlich unterschiedliche Weise – zu steigern. Nicht ganz so hart und eingängi wie die ersten beiden Songs, dafür aber wunerbar episch und teilweise fast schon hypnostisch.

Fazit

 

 

Joe Nollek vergibt 8 von 10 Punkten