DOMINO DRIVE – COSMIC THEATER

DOMINO DRIVE

Titel: COSMIC THEATER

Label: Pride & Joy

Spieldauer: 43:46 Minuten

VÖ: 18. September 2026

Diese Melodic Rock Bands schießen seit einer geraumen Weile wieder aus dem Boden. Wie Pilze in einem feuchten und warmen Herbst. Und man weiß ja, wie es bei Pilzen ist. Da gibt es die guten, wohlschmeckenden. So ein schöner Butterpilz oder ein leckerer Pfifferling, das ist was Feines. Dann gibt es jene, die gut aussehen, aber dennoch als ungenießbar gelten. Meist, weil sie einfach nicht schmecken. Zum Schluß gibt es noch die giftigen Exemplare. Vorsicht vor Pantherpilz und Grünem Knollenblätterpilz.

Ähnlich im Melodic Rock. Neben vielen überzeugenden Acts, die letzte tolle Entdeckung waren Fatal Vision, findet sich halt auch Massenware. Da meine ich nicht mal die Champignons aus der Zucht. Die bekommt man mit Speckwürfeln, Zwiebeln und Sahne schon wohlschmeckend auf den Teller.

Ich meine vielmehr die musikalische Massenware. Eben, wie man sie auch bei DOMINO DRIVE findet. Bei allem Lob, das auch die Bandinfo im Voraus liefert. Die Schweden sind eine Band von vielen. Schon ein paar tolle Songs, die man hier findet. Die 80ies Hymne ´Together Apart´ ist so ein Beispiel. Auch gelungen ist das epische ´Universal Genesis Metamorphoses (Chapter 1)´. Aber auf die Langstrecke empfinde ich das Komplettpaket als recht austauschbar. Was man allerdings auch sagen muss, zumindest sind die Schweden hier nicht allzu süßlich. Sie haben sich sogar die obligatorische Ballade gespart.

Kurz gesagt, Sterneküche geht anders. Auch an Omas Seelenfutter kommt man nicht heran. Aber gegen gutes Kantinenfutter ist in der Regel meist auch nichts einzuwenden.

Mario Wolski vergibt 7 von 10 Punkten