DJEVEL – TANKER SOM RIR NATTEN

DJEVEL

Titel: TANKER SOM RIR NATTEN

Label: AFTERMATH MUSIC

Spieldauer: 56:52 Minuten

Wenn Du am Sonntag morgens um viertel vor fünf wach bist, passt nur ein Album mit dem Titel „Gedanken, die die Nacht reiten“ (Übersetzung d. Verf.) zum verfrühten Aufstehen. Bei den Norwegern von DJEVEL liegt nach zehn Jahren bereits der siebte Longplayer mit „Tanker som rir natten“ in der Plattenkiste. Wieder sind die Lyrics komplett in der Landessprache gehalten. Die sechs Songs schaffen es auf eine Spielzeit von knapp einer Stunde. Personaltechnisch ist Bassist und Sänger Kvitrim (Vemod) dazu gestoßen.
DJEVEL nutzen das volle Repertoire ihrer bisherigen musikalischen Entwicklung und bauen diese aus. Konkret erschaffen sie wieder einmal ein Album voller (norwegischer) Black Metal Hymnen. Harsch, mit einem sehr eigenständigen Gitarrensound, majestätisch und atmosphärisch als auch ergreifende Akustikmomente. Bereits die Vorabsingle ‚ENGLENE SOM FALT NED I MIN SENG, SKAL JEG SETTE FRI MED BRUKNE VINGER OG TORNEGLORIER‘ stellte die Trademarks und die Ausrichtung von DJEVEL eindrucksvoll vor.
Ciekals (Gitarre) und sein Mitstreiter Bard Eithun „Faust“ (Emperor, Drums) haben hier ein Album geschaffen, auf dem es unglaublich viel zu entdecken gibt. Wie eine Reise durch Norwegen: Wälder, Fjorde, Berge…
Ich bin mir momentan noch unsicher, ob „Tanker som rir natten“ an seine beiden Vorgänger herankommt. Bei jedem Durchlauf werden neue Details des Sounds erkennbar und ergänzen das bereits fast vollkommene Klangbild. Gleichzeitig schweben neue Stimmungen mit ein. Der Aspekt der Erhabenheit in den Songs konnten DJEVEL in der Tat ausbauen. Somit bleibt ein bockstarkes und teuflisch gutes Black Metal Album der Osloer Truppe.

Ingo Holzhäuser vergibt 9 von 10 Punkten