DISTORTA – A DEVIL IN THE DUST (EP)

DISTORTA

Titel: A DEVIL IN THE DUST (EP)

Label: WORMHOLEDEATH RECORDS

Spieldauer: 22:25 Minuten

VÖ: 26. April 2024

Der Name der australischen Stadt Ballarat, im Bundesstaat Victoria ca. 120 Kilometer westnordwestlich von Melbourne gelegen, leitet sich vom Ausdruck der Aborigine für „Ruheplatz“ ab. Für die aus einer der größten nicht an der Küste gelegenen Städte Australiens stammenden Heavy Metaller DISTORTIA und ihren harten, modernen Sound nicht wirklich der passende Ausdruck.

Das Quintett wurde 2016 gegründet und besteht anno 2024 aus den beiden Gitarristen James Bogers und Dom Davey, Basser Dave Prodanovic, Chris Hanrahan an den Fellen und Dmitry Keremetskiy und seinem kraftstrotzenden Organ hinter dem Mikro.

Die fünf Tracks der nun zur Veröffentlichung anstehenden Debüt-EP “A Devil In The Dust“ decken ein breites Spektrum an wuchtigem, modernem Metal und seinen Einflüssen ab. In guten Momenten ist sogar die Aussage der Info hinsichtlich für Fans von „In Flames, Parkway Drive, Bullet For My Valentine und Lamb Of God“ durchaus nicht verkehrt.

Während der solide Opener `Tomorrow People´ nicht mehr als durchschnittlichen, handelsüblichen Modern/Groove Metal bietet, gibt es auf dem Kurzplayer dennoch einige Faktoren, die Hoffnung machen, dass aus DISTORTA mehr werden könnte.

Einer dieser großen Hoffnungsträger ist auch und vor allem der grandiose Quasi-Titeltrack `Devil In The Dust´, der mit einem Schuss Alice Cooper Horror, Nähe zum Hardrock und einem Haufen Eingängigkeit, die beinahe schon Lordi Konkurrenz macht, begeistert.

Weitere haben die folgenden in Form des ein oder anderen wirklich gelungene Parts, des ein oder anderen packenden Solos sowie einiger zündender Refrains zu bieten. Insbesondere Chorus und Atmosphäre des abschließenden `Suffocate´ überzeugen und um nochmals Vergleiche zur Einordnung heranzuziehen und eine große und eine eher unbekannte Band zu nennen, kommen mir Machine Head und Oceanhoarse in den Sinn.

Insgesamt eine spannende EP mit Höhen und Tiefen, vier soliden und einem überragenden Track sowie jeder Menge Power und Energie, die noch öfter in die richtigen Bahnen gelenkt werden muss.

Michael Gaspar vergibt 6,5 von 10 Punkten