DEGREED
Titel: CURTAIN CALLS
Label: FRONTIERS RECORDS
Spieldauer: 38:53 Minuten
VÖ: 24. April 2026
Die schwedische AOR Truppe DEGREED hat ihre Karriere 2010 mit ihrem ersten Album “Life, Love, Loss” gestartet und stellt ihren klassischen Melodic und Hardrock Sounds treu bleibend nun ihren achten Longplayer “Curtain Calls” ins Schaufenster.
Und nehmen wir es vorweg: eine großartige Scheibe mit einer kraftvollen, zeitgemäßen Produktion, musikalisch zwingend und abwechslungsreich. Schon der grandiose Opener `One Helluva Ride´ und die mitreißende Vorabsingle `Holding On To Yesterday´ beweisen erneut den untrüglichen Sinn des Vierers für Melodien und Eingängigkeit, lassen dabei aber auch der Gitarre genügend Raum zur Entfaltung.
Zudem entsprechen die Vier, insbesondere Sänger/Bassist Robin Eriksson, auf erfrischende Weise sowohl musikalisch und stimmlich als auch optisch nicht zu einhundert Prozent dem typischen AOR-Klischee. Mit seinem Organ bringt der Sänger viel Power und oft auch eine Prise Heavy Rock Dreck in den Sound, die den Songs sehr gut zu Gesicht stehen.
Auch das Keyboard wird sehr gut in Szene gesetzt und dient nicht nur als schmückendes Beiwerk, sondern erhält Platz zu glänzen und übernimmt auch mal einen Solopart. Ohrwürmer wie `Believe´ und das folgende `Guiding Light´ sowie der packende Titeltrack sind allerbestes, modernes AOR-Futter. Und mit `My Blood´, `Matter Of The Heart´ und `Promise Me´ kommen auch die Balladenfreunde auf ihre Kosten.
DEGREED schaffen den Spagat zwischen Musikalität und Eingängigkeit, zwischen Energie, Dynamik und Power und verbinden modernen Punch mit ihrer klassischen Melodic Rock Identität. Die Band positioniert sich mit einer Scheibe mit hoher Hitdichte, die modern und persönlich, frisch und aufregend, homogen und authentisch daherkommt, hervorragend im Feld der modernen melodischen Rockacts.
Michael Gaspar vergibt 8,5 von 10 Punkten


