DARKEST HOUR – PERPETUAL TERMINAL

DARKEST HOUR

Titel: PERPETUAL TERMINAL

Label: MNRK HEAVY

Spieldauer: 41:21 Minuten

VÖ: 23. Februar 2024

Vornehmlich die amerikanische Musikpresse hat den Begriff New Wave of American Heavy Metal in der Mitte der Neunziger Jahre geprägt. Darunter fielen im Gegensatz zum Vorbild der NWoBHM gleich mehrere Subgenres des Metal, die sich gerade in den neunziger Jahren herausbildeten. Man darf Bands wie Korn, As I lay Dying, Unearth oder eben auch DARKEST HOUR darunter verstehen. So besehen ist es eher als allgemeiner Sammelbegriff als tatsächlich eine Stilart zu verstehen. Ich sehe sie in der Tradition von Bands  Shadows Fall, Unearth oder Killswitch Engage,  die man gemeinhin dem Metalcore zugeordnet hat. 

DARKEST HOUR sind seit 1995 am Start und „Perpetual Terminal“ stellt das zehnte Studioalbum des Quintetts aus Washington D.C. dar. Stilistisch findet man auch auf dieser Scheibe Metalcore vor, der sich durchaus melodischen Elementen des Death Metals beeinflusst sieht. Der damit verbundene Sound bleibt zwar modern aber nie kitschig oder in pappigem Getrigger ertrinkender Klang. Auch cleane Gesangspassagen bleiben überschaubar und eher um dynamische wie auch emotionale Akzente zu unterstreichen wie z.B in ‚One with the Void‘. ‚Mausoleum‘ hat hier ebenfalls einen starken Auftritt. Und in ‚Goddess of War, give me something to die for‘ ziehen DARKEST HOUR zum Abschluss nochmal alle Register.

Auch wenn ich dabei bleibe, dass Deliver us die stärkste Scheibe von DARKEST HOUR ist hat „Perpetual Terminal“ einige starke Songs im Gepäck. Im Gesamtkontext bleiben aber auch zwei bis drei entbehrliche Durchhänger übrig, die hier eine höhere Bewertung hätten zugelassen. Somit eine ganz ordentliche Angelegenheit.

Ingo Holzhäuser vergibt 7,5 von 10 Punkten