DARK IMPALER – MAXIMUM HATRED (EP)

DARK IMPALER

Titel: MAXIMUM HATRED (EP)

Label: Fetzner Death Records

Spieldauer: 26:51 Minuten

VÖ: 22. Februar 2026

DARK IMPALER kommen aus Deutschland und zocken einen Black Metal, der kalt, roh und tief in den dunkelsten Abgründen menschlicher Abscheu verankert ist. Auf ihrer EP “Maximum Hatred” mischen sie Mythologie, Horror und Leid zu einem bösen Gebräu zusammen und ziehen dabei eine Linie zu den finstersten Seiten der Menschheit. Thematisch dreht sich vieles um den Nosferatu-Mythos, Hass und moralischen Verfall. Eingespielt wurde das Material von Johan de Jager, während Paul Blum für Gesang sowie Mix und Mastering zuständig war. Digital erschien “Maximum Hatred” bereits am 01. Juli 2025, die physische Veröffentlichung folgt am 22. Februar 2026 über Fetzner Death Records als Digipack mit achtseitigem Booklet.

Der siebenminütige Opener ‘Demons Like Flies’ legt los mit … Fliegen und deren Summen. Der pure Horror für mich, und ich habe schon die Fliegenklatsche gesucht, um die zugegebenermaßen riesige Fliege zu töten. Sei es drum. Nach einigen Sekunden gibt’s grollend-fauchende Vocals, räudige Gitarrenriffs und Drums in die Fresse – das erwartet man, wenn ein Song so beginnt und etwas mit Dämonen zu tun hat. Inhaltlich erzählt ‘Demons, Like Flies’ vom vollständigen Verfall des “Erzählers”, der zum Gefäß des Bösen wird und von Dämonen besessen ist. Diese Besessenheit und Entmenschlichung öffnen den Weg in eine Welt aus Hass und Zerstörung. Deftiger und kompakter ist ‘Frozen Fields of the Impaled’ mit dem typischen Underground-Black-Metal-Flair. Die temporeiche Nummer schrammelt, was das Zeug hält, und feuert schwärzliche Vocals unaufhörlich in die Gehörgänge. Im Namen der Nummer steckt auch die Thematik des Liedes: ein Schlachtfeld aus Tod und Verdammnis, in dem der Hörer Zeuge von Verfall wird. Melodischer ist ‘Heretic’, aber keine Angst, es gibt noch immer gnadenlosen Schwarzmetall auf die Mappe, sodass sich die Kruzifixe in der ganzen Straße auf den Kopf stellen. Auch ‘Legendary Suffering’ und der Titelsong ‘Maximum Hatred’ gehen musikalisch in ähnliche Richtungen, mit der Ausnahme, dass es im Titeltrack ein paar dunkle Clean Vocals gibt, die dem Song zusätzlichen Tiefgang verleihen. Dieser Tiefgang zeigt die Abrechnung des Nosferatu-Königs mit der Menschheit. Er kehrt aus der Dunkelheit zurück, um “Lügen, Moral und falsche Götter in Feuer, Blut und Leid zu ertränken”. Da hat er aber viel zu tun. ‘Salt Your Wound’ ist der letzte Track der EP, schwimmt im selben Fahrwasser aus Tod, Feuer, Blut und Verderbnis wie seine Vorgänger und stellt die bittere Frage nach Freiheit.

“Maximum Hatred (EP)” bietet knackigen Underground Black Metal mit dicker Horror-Atmosphäre und genau den richtigen melodischen Momenten. Mit 26 Minuten fast Albumlänge bleibt “Maximum Hatred” konsequent im selben finsteren Fahrwasser – für Fans des Genres kein Nachteil, sondern genau das, was man hören will.

Tobi Stahl vergibt 8 von 10 Punkten