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DARK CHAPEL
Titel: SPIRIT IN THE GLASS
Label: MNRKheavy
Spieldauer: 42:49 Minuten
VÖ: 28. Februar 2024
DARK CHAPEL kombiniert Gitarrenkunst und Grooves mit Melodien, bluesigen Elementen und Grunge. In Boston kam Dario Lorina schon während er aufwuchs mit Musik in Kontakt und nahm zu Hause Lieder aus allen Stilrichtungen auf. Sein musikalisches Interesse ist wohl auch geprägt von seinem Vater, der Schlagzeug spielte und von seiner Mutter, die Klavierunterricht nahm. Seine Onkel waren grandios an Gitarre und Bass. Das Herz für Metal schlug am heftigsten aus, als er Kassetten aus dem Handschuhfach des Trucks seines Vaters nahm und VAN HALEN und METALLICA erstmals hörte. Professionell ging es für ihn 2006 im Alter von 16 Jahren als Tourgitarrist des verstorbenen Jani Lane (Ex-Warrant) los. Am 1. Januar 2014 jointe er BLACK LABEL SOCIETY und trat mit Gitarre, am Klavier und als Backgroundsänger auf. Jetzt kommt er mit seiner eigenen Band ins Rampenlicht, die wir eingangs erwähnten und deren erstes Werk wir jetzt näher beleuchten.
Dario gründete DARK CHAPEL in Boston, das Debütalbum heißt “Spirit In The Glas” und wird bei MNRKheavy veröffentlicht – sehr zur Freude von Fans seines leidenschaftlich-knackigen Gitarrenspiels. Mit ‘Afterglow’ und ‘Hollow Smile’ kommen zwei flotte und druckvolle Lieder zum Start von “Spirit In The Glass” aus den Boxen, besonders Gitarrenliebhaber werden entzückt sein.
Über ‘Hollow Smile’ sagt DARK CHAPEL-Mastermind Dario Lorina:
Ich habe vor Kurzem ein Zitat gelesen, dass die Bedeutung dieses Songs sehr gut zusammenfasst: ‚Die Gedankenwelt eines Menschen ist die größte Schlacht, der er sich je gegenübersehen wird.‘
‘We Are Remade’ hat bluesige Vibes, ist groovy und gegen Ende sind Streichinstrumente im Einsatz. Die dunkle Kapelle darf in ‘Corpse Flower’ zum ersten Mal läuten, ein Song, der ein bisschen düsterer ist, aber im Kopf bleibt. ‘Glass Heart’ grooved ebenfalls “wie Sau” und bereitet erneut viel Freude mit bockstarker Gitarren-Performance und kernigem Gesang. ‘Dead Weight’ kommt mit Klavierklängen und einem ziemlich eindrucksvollen Gesang, der unter die Haut geht – für mich der stärkste Track auf der Scheibe. ‘Dark Waters’ ist eine ebenso ruhige Nummer wie der Vorgänger, aber mit akustischen Gitarren statt Klavierklimpern. In ‘All That Remains’ und ‘Gravestone Humanity’ geht’s dann wieder deftiger und knackiger zur Sache, beide bringen Feuer ins Dunkel der Kapelle. Den kernigen Schlusspunkt eines sehr guten Debütalbums von Dario Lorina, Brody DeRozie, Mike Gunn und Luis Silva setzt ‘Bullet In Our Chamber’. DARK CHAPEL überzeugen mit großartiger Gitarrenarbeit, markanten Grooves, eingängigen Blues-Vibes und dem rauchig-rauen und erdigen Vocals, die definitiv hohen Wiedererkennungswert haben.
Tobi Stahl vergibt 8,5 von 10 Punkten