CYHRA – REQUIEM FOR A PIPE DREAM

CYHRA

Titel: REQUIEM FOR A PIPE DREAM

Label: REIGNING PHOENIX MUSIC

Spieldauer: 38:35 Minuten

VÖ: 05. Juni 2026

Schon bald blickt die schwedische Band CYHRA auf ihr zehnjähriges Bestehen zurück und stellt mit der neuen Scheibe “Requiem For A Pipe Dream” ihren vierten Longplayer vor. 2016 von Sänger Jake E (Ex-AMARANTHE) und Jesper Strömblad (THE HALO EFFECT, Ex-IN FLAMES) gegründet, kam das Debüt “Letters To Myself” im Folgejahr auf den Markt.

Drummer Alex Landenburg (KAMELOT, Luca Turilli’s RHAPSODY), Gitarrist Euge Valovirta (SUBURBAN TRIBE) sowie Bassist Peter Iwers (THE HALO EFFECT, Ex-IN FLAMES) komplettierten den damaligen Fünfer. Der Mann am Tieftöner wurde zunächst durch Valovirta und dann 2020 dauerhaft durch Marcus Sunesson (RONNIE ATKINS, THE CROWN) ersetzt. Die aktuelle Scheibe “The Vertigo Trigger” ist 2023 erschienen.

Die hochgeschätzte Encyclopedia Metallum bezeichnet den Stil des Quintetts als Melodic Groove Metal, man kann sicherlich auch Modern Melodic Metal sagen und die musikalischen Parallelen zum ehemaligen Brötchengeber des Fronters sind ebenfalls zahlreich und auffällig.

Ich habe rein gar nichts Gegen moderne Sounds und Songs wie die Leadsingle `Superman´ und das treibende `Ghostbound´ sind schon ziemliche Ohrwürmer, aber dennoch ist mir das Ganze viel zu glattgeschliffen und auf den “Metal-Mainstream” ausgerichtet. `Skin From Bones´ wartet überdies mit einem gewöhnungsbedürftigen Rap-Teil auf und auch der Anteil an Balladen (`Miss Me When I´m Gone´, `In The Center Of A Miracle´, `Ghost I´m Meant To Be´) ist erheblich, um nicht zu sagen, der Pop-Metal-Faktor ist sehr hoch.

Melodic Death Metal oder Ähnliches darf man hier auf gar keinen Fall erwarten. Fans etwas härterer Sounds kommen allerhöchstens mit `Hold Your Fire´ auf ihre Kosten. Kein Wunder, wirkt hier doch mit Samy Elbanna der Frontmann der finnischen Groove/Nu Metaller LOST SOCIETY als Gast mit.

Fazit: in Teilen recht unterhaltsame, jedoch einfach gestrickte, wenig nachhallende Pop Metal Unterhaltung ohne Ecken und Kanten, die weder in Herz noch Hirn sonderliche Spuren hinterlässt.

Michael Gaspar vergibt 6 von 10 Punkten