CLOVEN HOOF – NEVER A PROPHET IN YOUR OWN LAND

CLOVEN HOOF

Titel: NEVER A PROPHET IN YOUR OWN LAND

Label: HIGH ROLLER RECORDS

Spieldauer: 47:29 Minuten

VÖ: 25. September 2026

Dass Gründer und Bassist Lee Payne vor drei Jahren ein wahrer Glücksgriff gelang, als er Harry „The Tyrant“ Conklin (Ex-Jag Panzer) als neuen Sänger seiner Band CLOVEN HOOF verpflichten konnte, ist wohl längst kein Geheimnis mehr. Dieser entpuppte sich als der perfekte Nachfolger für Russ North, der leider nicht mehr unter uns weilt. Das 2024 veröffentlichte Album “Heathen Cross“ wurde der entsprechende Erfolg, an den die Band nun mit dem Nachfolger “Never A Prophet In Your Own Land“ anknüpfen will.

Kontinuität ist nicht selbstverständlich und so betont der Tieftöner nicht ohne Stolz und Freude, dass für die neue Scheibe dieselbe feste Besetzung an den Start geht wie auf dem Vorgänger: neben Sänger Harry Conklin an den Gitarren Luke Hatton sowie Chris Coss, dazu Drummer Ash Baker.

Die schwere und düstere Atmosphäre von “Heathen Cross“ wurde abgelegt. “Never A Prophet In Your Own Land“ ist ein sehr abwechslungsreiches Album geworden, das Midtempo Nummern, schnelle Songs, epische Kompositionen sowie reine Heavy-Metal-Rocker und damit eine sehr gute, unterhaltsame Mischung vereint.

So gelingt CLOVEN HOOF eine Scheibe, auf der nur wenige Tracks ein wenig abfallen, ansonsten gibt es eine Vielzahl echter Songperlen zu entdecken, was schon mit dem grandiosen harten Opener `Terror From The Skies´ beginnt und sich sogleich mit `Conquistador´ und seinen Screams und Ohoho-Chören fortsetzt.

Der Titeltrack beginnt mit Streicherklängen und wird dann von den hymnisch-melodischen Vocals, schnellen Riffs und dem eingängigen Chorus getragen.  Die variable, kraftstrotzende Gesangsleistung vom „Tyrant“ kann man einmal mehr nicht hoch genug einschätzen. Des Weiteren muss man den Beitrag von Keyboarder Chris Dando besonders würdigen, der mal dominant, mal eher zurückhaltend und begleitend so mancher Komposition seinen Stempel aufdrückt.

`Gypsy Roller´, das grandiose `The Bigger They Are´ und das treibende `Iron Mask´ liefern weitere göttliche Melodien und Riffs sowie Refrains zum Niederknien. Als letztes Highlight soll der atmosphärische  Ohrwurm-Banger `Flying Dutchman´ seine verdiente Erwähnung finden.

Wie gesagt: großartige, vielseitige und dennoch homogene Scheibe wie aus einem Guss mit einigen überragenden Songs und einer brillanten Gesangsperformance.

Michael Gaspar vergibt 9 von 10 Punkten