CHAOS MAGIC – OF TIME AND WISHES (EP)

CHAOS MAGIC

Titel: OF TIME AND WISHES (EP)

Label: DIGITAL-/EIGENVERTRIEB

Spieldauer: 21:42 Minuten

VÖ: 01. August 2025

Die chilenischen Symphonic Metaller CHAOS MAGIC rund um ihre angesehene Sängerin Caterina Nix begehen ihr 10-jähriges Bandjubiläum mit der Veröffentlichung der akustischen “Of Time and Wishes” Anniversary EP.

Der Kurzplayer ist eine intime, emotionale Reise durch einige weniger beachtete Songperlen, neu aufgenommen in akustischen Fassungen. Die reduzierten Arrangements betonen die Tiefe, Melodik und den faszinierenden Gesang der Frontfrau und eröffnen den Fans eine neue, frische, gefühlvolle Perspektive und Einstellung zu den Tracks.

Laut Aussage der Band schlagen die Aufnahmen zudem eine Brücke zwischen der Vergangenheit und Zukunft von CHAOS MAGIC. Zunächst gibt es den Song `Garden of Winter´ von der aktuellen Platte “Emerge“ und `Beware of Silent Waters´ vom Zweitwerk “Furyborn“ in abwechslungsreichen Settings mit akustischen Gitarren, Piano- und Streicherklängen.

Mein persönlicher Favorit ist jedoch das glasklare, zerbrechliche, packende `Seraphim´ vom selbsbetitelten Studiodebüt aus dem Jahr 2015, produziert und geschrieben von Timo Tolkki (ex-Stratovarius).

Des Weiteren sind zwei akustische Live-Versionen enthalten, die auf ihre Weise auch interessant sind, die ich aber nicht so spannend finde. Zudem war nicht herauszufinden, wann und wo diese Aufnahmen entstanden sind.

Zunächst gibt es den “Furyborn“ Titeltrack im Duett mit Nasson, der hier Tom Englund (Evergrey, Maestrick), welcher diesen Part im Original übernimmt und dem der Chilene hier nicht das Wasser reichen kann. Den Fünferpack beschließt `The Impossible´ vom bereits erwähnten aktuellen Dreher.

Tausendsassa Nasson zeichnet überdies auch für Aufnahmen, Mix, Konzeption, Artwork und Arrangements des Silberlings verantwortlich.

Über den Sinn und Unsinn von EPs, insbesondere solchen ohne wirklich neue Songs, lässt sich trefflich streiten. Hier gibt es zumindest drei manierliche neue Versionen bekannter Tracks mit emotionaler Intensität, welche die symphonischen Elemente und die besondere Stimme der Protagonistin zum Strahlen bringen. Auf die beiden Live-Aufnahmen hätte ich persönlich verzichten können.

Michael Gaspar vergibt 7 von 10 Punkten