BILL FISHER – MASS HYPNOSIS AND THE DARK TRIAD

BILL FISHER

Titel: MASS HYPNOSIS AND THE DARK TRIAD

Label: EIGENPRESSUNG / SELBSTVERTRIEB

Spieldauer: 29:48 Minuten

Mit Church Of The Cosmic Skull hat sich BILL FISHER in den letzten Jahren eine kleine, aber sehr treue Gefolgschaft erarbeitet. Der vielschichtige Classic Rock der Briten scheint dem Frontmann jedoch als Spielwiese nicht auszureichen, und so folgt nunmehr sein erstes, wenn auch sehr kurzes Soloalbum. Und gleich wird klar, welche Ader er hier auslebt: sein schon von Mammothwing bekanntes Faible für harte (Stoner) Riffs mit deutlich an die klassischen Vorbilder erinnernder Duftnote. “All Through The Night” stampft mit mächtigen, raumgreifenden Iommi-Riffs voran, die sich kongenial mit Brian May-Harmonien verzahnen. Seinen Gesang hat er hier deutlich in den Hintergrund gemischt, obwohl den Texten ein durchaus interessantes lyrisches Konzept innewohnt. Dafür dürfen die Gitarren crunchen wie Hölle, sodass selbst hintergründiges Material wie “The Dark Triad” (wunderbare Harmonien) eine subtile Heaviness ausstrahlt.

Seine wahre Songwritingkunst zeigt Fisher mit der wundervoll arrangierten Hymne “Celador”. “Psychopath” hingegen kokettiert mit einer hektischeren, moderneren Note, die nicht so recht passen will. Dafür entschädigt umgehend das sakrale, spartanisch instrumentierte “Days Of Old” (schon wieder diese Harmonien…) . Sporadisch hätte man sich, etwa im etwas abrupt ausfadenden “All Through The Night”, etwas mehr Geduld beim letztgültigen Durchkomponieren der Songs gewünscht; dann hätte das Album auch die magische 30 Minuten-Grenze geknackt… Nach dem ebenfalls als coitus interruptus endenden “Mass Hypnosis” kann man sich demnach nicht dem Eindruck verschließen, dass “Mass Hypnosis And The Dark Triad” mit einem stringenteren Fokus auf das zugrunde liegende Konzept ein besseres Album hätte werden können, als es eh schon ist. Wem Church Of The Cosmic Skull zu verspielt und wenig zupackend sind, der könnte hier dennoch sein Glück finden, auch wenn Fisher mit seinem Talent hier etwas verschwenderisch umgeht.

Patrick Müller vergibt 7,5 von 10 Punkten