BESVÄRJELSEN – TILL GLÖMSKAM AD OBLIVIONEM

BESVÄRJELSEN

Titel: TILL GLÖMSKAM AD OBLIVIONEM

Label: Magnetic Eye Records

Spieldauer: 42:40 Minuten

VÖ: 28. August 2026

Im Südwesten der USA kann man Stunden durch die Wüste fahren kann, ohne einen Menschen zu treffen. Ähnliches erlebt man in Schwedens Wäldern. So ist in den Staaten der Desert Rock entstanden. Analog dazu nennen BESVÄRJELSEN ihren Sound Forest Rock. Und ich höre da auch soundmäßige Ähnlichkeiten.

Heavy Rock, mal treibend und druckvoll, mal eher schwebend und melancholisch, klingt aus den Boxen. Stücke wie ´The Greatest Sin´ oder das rasende ´Accelerating Hearts´ machen schon Laune. Aber über die Langstrecke wirkt das Material doch etwas eintönig. Auch der Gesang erscheint mir ein wenig schwachbrüstig. Vielleicht darum fühle ich mich auch nicht so richtig überzeugt.

Wie gesagt, die Gitarre drückt ganz ordentlich. Der Bass arbeitet tief unter dem Zwerchfell. Das ein oder andere schwebende Solo will auch gefallen. Doch vermisse ich den letzten zündenden Funken. Allerdings folgt für mich am Ende noch ein kleiner Lichtblick. Die Ballade ´Oblivion´, quasi der Titeltrack bezaubert mit halligem Piano und sanften Streichern. Damit erzeugt der Fünfer eine wunderbar melancholische Stimmung. Zusätzlichen Reiz bekommt das Stück durch die teils schwedischen Lyrics. Die klingen wirklich angenehm. Ich glaube gar, die Scheibe komplett auf schwedisch würde noch einmal eine ganz andere Wirkung erzeugen.

Wie gesagt, nicht schlecht, aber unter den aktuellen Psychedelia gehen mir etwa die Mannheimer Spiral Drive weit besser rein.

Mario Wolski vergibt 7,5 von 10 Punkten