BAPHOMET’S BLOOD – METAL DAMNATION (RE-RELEASE)

BAPHOMET'S BLOOD

Titel: METAL DAMNATION (RE-RELEASE)

Label: Dying Victims

Spieldauer: 37:34 Minuten

VÖ: 27. Juli 2026

Weiter geht’s mit Re-Release Nummer Drei im Bunde des blutigen Baphomets – Erstrelease im Oktober 2009, gerade einmal zehn Monate nach dem Knaller „Second Strike“. Auch hier: Vinyl (inklusive Insert, Poster, Sticker, Postkarte, Downloadcode) als auch erstmals die CD-Variante bzw. nur der Bandcamp Download.

Mit dem Titeltrack, ein Gassenhauer vor dem Gehörnten, getrieben von einer speedigen Hookline und einem Refrain, der sich dauerhaft in den Hypothalamus einbrennt, haben BAPHOMET’S BLOOD zweifelsohne einen der drei stärksten Tracks ihrer Geschichte geschrieben. Auch die flotte Mitgrölnummer ´Italian Steel´, gespickt mit Titelzitaten ihrer Landsleute der ersten Stunde wie Crying Steel, Strana Officina und natürlich Death SS, kann nur aus der Feder eines überzeugten Vollblut Underground Metal Maniacs wie Mastermind Necrovomiterror stammen. Die Grundzutaten auch hier: Röck’n’Röll goes Speed Metal, mit ganz eigener Note und Passion. In klassischer Bandtradition beschließt ein bockstarkes Cover der belgischen Killer (´Ready For Hell‘) das Drittwerk. Objektiv kann man – auch aufgrund der nur unweit auseinanderliegenden Releasedates – kaum sagen, ob nun „Second Strike“ oder „Metal Damnation“ der bessere Longplayer ist. Schwankungen, geschweige denn Filler, sucht man auf beiden Alben vergebens. Bis auf den verhältnismäßig fast gediegenen Opener wird eigentlich nur das Gaspedal volle Lunte durchgedrückt; so wie es einfach sein soll. Auch hier fällt mir eine witzige persönliche Anekdote ein: als „Metal Damnation“ gerade taufrisch auf den Markt gekommen war, hatte ich gerade meinen Führerschein bestanden und endlich die erste eigene Karre vor der Tür stehen. Irgendwie hatte ich es dann geschafft, eine gebrannte CD-R des Albums zu ergattern und diese – über Wochen! – pausenlos über eine mickrige 5-10 Watt Anlage in einem ‘94er Corsa mit nachgerüstetem Billig-CD-Player abzuspielen; natürlich in ohrenbetäubender Lautstärke und so dermaßen übersteuert, dass man heute nur noch drüber schmunzeln kann. Als ich dann irgendwann die LP ordern wollte, war sie natürlich „sold out“ und Restexemplare schnell derart überteuert, dass ich es ab einem gewissen Betrag nicht mehr einsah. In diesem Fall kann ich Flo nur aus tiefstem Herzen danken, derartige Aufarbeitung nun endlich erledigt zu haben.

Und bevor es dann bald ans langersehnte neue Album geht, werden wir zur Überbrückung bald noch Neuauflage Nummer Vier („In Satan We Trust“, 2016) bekommen. Dann ist Schluss, denn mehr gibt’s (noch) nicht zu neuem Leben zu erwecken. Fortsetzung folgt…

Marius Gindra vergibt keine Bewertung