ALBERTO RIGONI, MICHAEL MANRING, STUART HAMM – DYSTOPIA – A PROGRESSIVE BASS JOURNEY

ALBERTO RIGONI, MICHAEL MANRING, STUART HAMM

Titel: DYSTOPIA - A PROGRESSIVE BASS JOURNEY

Label: Musea

Spieldauer: 40:42 Minuten

VÖ: 27. Februar 2026

Als er seine Karriere als Musiker begann, 1998 bei einer Band namens Ascra, mit der er Dream Theater coverte, wusste er sicher noch nicht, mit welchen Größen er heute spielen darf. Nicht nur nahm er mit verschiedenen Bands, wie Badass oder Twinspirits diverse Alben auf. Gerade auf seinen Soloscheiben tummelten sich schon Jordan Rudess, Kevin Moore, Billy Sheehan oder Marco Minnemann.

Auf „Dystopia“, so der Kurztitel, spielt er jetzt mit Stuart Hamm (u.a. Joe Satriani und Steve Vai) und Michael Manring, zwei weiteren Bassisten. Daneben holten sie sich Unterstützung der Drummer Tim Alexander und David Menoudakis. Somit ist klar, hier stehen die Tieftöner im Mittelpunkt.

Und es ist schon erstaunlich, wie vielseitig so ein (in der Regel) Viersaiter klingen kann. Selbst im Zusammenspiel. So kann ein Bass Melodien führen. Aber er kann auch Rhythmen antreiben. Grundlagen bauen. Lärmen geht genauso gut wie Stilles. Und all das auf vierzig Minuten. Vierzig Minuten, die manchmal eingängig ins Ohr grooven, aber noch viel öfter eher sperrig und kratzig sich ins Hirn kämpfen.

Der Titel „Dystopia“ ist recht treffend gewählt. Die enthaltene Musik klingt eher düster, nach zerstörten Welten und Untergangsvisionen. Da können knapp zweieinhalb Minuten ´Ethereal Horizon´ schon ziemlich schmerzhaft sein. Dennoch wirkt dieses instrumentale Untergangsszenario schlüssiger als zuletzt die ähnlich inspirierte chilenische Band Engrupid Pipol. So ist dieses Album keines zum Nebenbeihören. „Dystopia“ muss man hören wollen. Da gehört etwas Muße dazu, Zeit und manchmal auch gute Nerven. Aber wer sagt, dass es immer leicht sein muss?

Mario Wolski vergibt 8 von 10 Punkten