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MYTHEMIA – Abenteuer, Aufbruch und Wolkenjäger

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Mit Thomas von MYTHEMIA spreche ich heute über das neue Album “Wolkenjäger”, das die Folkrocker aus Nordrhein-Westfalen nach dem Vorgänger “Nimmerland” auf die Reise schicken. Die Band verbindet seit Jahren eingängige Rockmelodien mit Folk-Elementen, Geschichten voller Abenteuerlust und einer gehörigen Portion Fernweh. Auf “Wolkenjäger” stehen Themen wie Freiheit, Aufbruch, Gemeinschaft und der Blick über den eigenen Horizont hinaus im Mittelpunkt. Gleichzeitig positioniert sich MYTHEMIA klar für Offenheit, Toleranz und Vielfalt – Werte, die sich nicht nur in einzelnen Songs, sondern auch in der grundsätzlichen Ausrichtung der Band widerspiegeln. Gemeinsam sprechen wir über die Entstehung des Albums, die Geschichten hinter den Liedern, die Bedeutung von Folkrock im Jahr 2026 und natürlich darüber, warum man manchmal einfach die Leinen losmachen und dem Alltag für eine Weile entfliehen sollte.

Tobias:
Hallo Thomas! Schön, dass du dir die Zeit für meine Fragen nimmst. Wie geht es euch aktuell kurz vor der Veröffentlichung von “Wolkenjäger”?

Thomas:
Es ist und bleibt spannend. “Wolkenjäger” ist unser erstes Album, das wir mit der Hilfe unseres Labels “NoCut” veröffentlichen, das erste Album, zu dem es eine Fanbox gibt, und das erste Album, mit dem wir im Herbst auf eigene Headliner-Tour gehen. So ganz real und nahbar wirkt das für uns irgendwie noch gar nicht.

Tobias:
Nach “Nimmerland” schickt ihr eure Fans nun mit “Wolkenjäger” auf die nächste Reise. Wann war euch klar, dass genau dieser Titel und dieses Thema das Herzstück des neuen Albums werden würden?

Thomas:
Wenn man MYTHEMIA mit einem Wort beschreiben müsste, dann fasst “Wolkenjäger” sehr gut zusammen, wer wir sind.

Tobias:
“Wolkenjäger” vermittelt an vielen Stellen Freiheit, Aufbruchsstimmung und Abenteuerlust. Sind das Themen, die euch auch privat besonders wichtig sind? Lasst ihr euch von den Dingen des Alltags inspirieren? Gerade heute ist Freiheit wichtig wie lange nicht.

Thomas:
Das ist, wenn man so will, die lyrische Version von dem, was wir als Musiker, als Band machen. Immer wieder neue Abenteuer, die Reise ins Ungewisse und auch irgendwie die Flucht vor einem Vollzeitjob im Büro.

Häufig liegt unseren Songs ein Gefühl, eine Alltagserfahrung oder ein Wunsch zugrunde, den wir dann versuchen, in ein Fantasy- oder Abenteuergewand zu kleiden. Das wäre auch unser Appell an unsere Hörerinnen: Hört nicht auf zu träumen, bewahrt euch eure kindliche Neugier und fragt nicht, was die Gesellschaft von euch erwartet, sondern hört wenigstens ab und zu auf euer Herz und euren Bauch.*

Thomas

Tobias:
Mit ‘Land In Sicht’ startet die Platte direkt flott und eingängig. Wie wichtig ist euch ein starker Opener, der die Zuhörerschaft sofort an Bord holt, und wäre das auch eine Nummer für kommende Shows?

Thomas:
Musik und die Art, wie man ein Album schreibt, haben sich insbesondere durch Streaming und soziale Medien erheblich verändert. Entweder du überzeugst in den ersten paar Sekunden oder du findest nicht statt. Das ist zum einen eine gewisse Notwendigkeit, andererseits nehmen wir die Leute ohne viel um den heißen Brei zu reden direkt mit an Bord und die Ambivalenz von Heim- und Fernweh ist ein Kernthema bei uns. Also warum nicht damit starten?

Live nehmen wir uns ein klein wenig mehr Zeit und starten mit einem atmosphärischen Intro, das dann aber auch zügig Fahrt aufnimmt. Tatsächlich hat sich ‘Land In Sicht’ als erster Song direkt nach dem Intro schon bewährt. Es wärmt sowohl uns als auch das Publikum gut auf und macht einfach Lust auf mehr.

Tobias:
Der Titeltrack ‘Wolkenjäger’ gehört für mich zu den stärksten Songs des Albums. Was bedeutet euch dieser Song persönlich und warum eignet er sich so gut als Namensgeber der Platte?

Thomas:
Dazu gibt es eine nette kleine Anekdote zur Entstehung des Songs. Schon die erste instrumentale Demo des Songs von unserem Gitarristen Felix, die er uns präsentierte, hatte den Arbeitstitel “Wolkenjäger”, den ich aber nicht kannte. Beim Hören kam mir ein Vagabund in den Kopf, der lieber Luftschlösser baut als bodenständig zu werden. Und so habe ich einen ersten Textentwurf geschrieben.

Cedric

Mit dem Wissen beider Ideen hat unser Sänger Rodrigo den Wolkenjäger in meinen Text integriert und eine persönliche, gewissermaßen biografische Komponente hinzugefügt. Der Song ist also als persönliches Bekenntnis und als Einladung zu verstehen. Werdet auch ihr Wolkenjäger, hört nicht auf zu träumen und begebt euch auf ein gemeinsames Abenteuer mit uns.

Außerdem hatten wir bei dem Song auch sofort Ideen im Kopf, wie man das Ganze visuell umsetzen könnte. Gemeinsam mit dem Künstler Frank Att, mit dem wir seit unserem Debütalbum zusammenarbeiten und der seit “Firmament” für unsere CD-Cover verantwortlich ist, haben wir jetzt auch ein passendes Bild beziehungsweise Cover für das Album und den Song.

Es freut uns sehr, dass auch dir der Song gut gefällt und bisher hat er auch live wahnsinnig viel Spaß gemacht. Das ist uns bei einem so persönlichen Song besonders wichtig.

Tobias:
Auf “Wolkenjäger” geht es nicht nur um Abenteuer, sondern auch um Offenheit, Toleranz und Vielfalt. Wie wichtig ist es euch, solche Werte in euren Texten zu transportieren?

Thomas:
Über die individuelle Ebene der Freiheit haben wir ja vorhin schon gesprochen.

Aber Freiheit ist natürlich auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie ist nicht selbstverständlich, in vielen Fällen erst erkämpft worden und es zeigt sich zurzeit umso mehr, dass Freiheit, Minderheiten- und Menschenrechte kostbare Güter sind. Wir sehen in Deutschland, aber auch in Europa und im Rest der Welt, dass autoritäre, rechtsextreme und menschenfeindliche Ideen immer salonfähiger werden. Wir sehen, wie alte Männer mit Allmachtsfantasien über Leichen gehen, den Planeten ruinieren und währenddessen das Leben von Millionen und Milliarden Menschen verschlechtern. Das können wir weder aus Nächstenliebe noch aus Selbstschutz unkommentiert lassen.

Tobias:
Welche Bands haben MYTHEMIA auf ihrem musikalischen Weg besonders geprägt? Gab es Künstler oder Gruppen, bei denen ihr früher als Fans vor der Bühne standet und die vielleicht sogar Einfluss auf euren heutigen Sound hatten?

Thomas:
Das sind so einige. Für Rodrigo und mich, die wir seit unserer Kindheit Gedichte schreiben und maßgeblich für die Lyrics von MYTHEMIA verantwortlich sind, fällt mir da als Allererstes LETZTE INSTANZ ein: verträumt, poetisch, melancholisch und vielschichtig.

Für mich waren in meiner Jugend SUBWAY TO SALLY, SCHANDMAUL und IN EXTREMO besonders wichtig. Zum einen, weil das meine ersten Berührungspunkte mit der Mittelalterszene waren, zum anderen, weil ich dadurch erst gemerkt habe, dass mein Instrument, die Geige, auch in den Rock und Metal gehört.

Wir können auch Einflüsse von Bands wie VERSENGOLD, SCHANDMAUL oder SANTIANO sicherlich nicht leugnen. Wir stehen da auch immer noch gerne vor der Bühne oder freuen uns wie ein kleines Kind, wenn wir die Bühne mit unseren Jugendhelden teilen dürfen.

Felix

Tobias:
Wenn ich mir “Wolkenjäger” anhöre, frage ich mich stellenweise schon, wie MYTHEMIA mit etwas mehr Metal-Kante klingen würden. Bands wie SUBWAY TO SALLY oder IN EXTREMO haben diesen Weg bekanntlich erfolgreich beschritten. Juckt es euch manchmal in den Fingern, die Gitarren noch etwas weiter aufzudrehen oder seid ihr mit eurer aktuellen Mischung genau dort angekommen, wo ihr sein wollt?

Thomas:
Es juckt schon, mal mehr, mal weniger. Von unserer Single ‘Teufelskerl’ gibt es tatsächlich irgendwo eine frühe Version mit voller Kanne E-Gitarre. Aber die bleibt geheim. Das klang auf jeden Fall fett, nach solidem Mittelalterrock, aber gleichzeitig überhaupt nicht nach uns. Zum einen hat die Sprachverständlichkeit und damit die Geschichte darunter gelitten, gleichzeitig läuft man auch schnell Gefahr, die Dynamik zu untergraben, die vor allem die Akustikgitarre beisteuert. Wir lieben Metal und E-Gitarren, aber wir sind gleichzeitig auch davon überzeugt, dass wir eine im Kern akustische Folk-Rock-Band sind.

Tobias:
‘Der Horizont Ist Bunt!’ positioniert sich ziemlich klar gegen Ausgrenzung und für eine offene Gesellschaft. Habt ihr bewusst entschieden, bei diesem Thema noch deutlicher zu werden als vielleicht auf früheren Veröffentlichungen?

Thomas:
Wir haben schon länger Statement-Patches, Regenbogensticker, Jutebeutel und Co. Insofern kommt das, glaube ich, nicht überraschend. Aber bisher fehlte der passende Song dazu. Im Songwriting-Prozess kam mir die Idee, den Sirenenmythos neu zu interpretieren und daraus den passenden Song zum Slogan “Der Horizont Ist Bunt!” zu machen.

Wir haben eine Verantwortung als Musiker auf der Bühne und wollen, dass unsere Konzerte ein Safe Space für alle sind – auch für Kinder, Frauen, Menschen mit Behinderung, POC und queere Menschen. Und wenn jemand mit Toleranz, Vielfalt und Menschenrechten nichts anfangen kann, dann sehe ich auch nicht, dass unsere Konzerte für diese Person der richtige Ort sind. Darum sagen wir es lieber gleich.

Um uns selbst einmal zu zitieren: “Kein blaues Meer, nur brauner Sumpf, der uns in die Tiefe zieht” spricht ja eine gewisse Alternative an, die keine ist, die nur spaltet und die Ängste der Leute nutzt, um Hass zu schüren.

Marc

Dem versuchen wir Nächstenliebe und Gemeinschaft entgegenzusetzen.

Tobias:
Musikalisch verbindet ihr Folk, Rock und immer wieder große Mitsingmomente. Wie entstehen eure Songs? Beginnt alles mit einer Melodie, einem Text oder vielleicht sogar mit einer Geschichte? Ich stelle mir das romantisch vor: Lagerfeuer, jammen, Songideen erarbeiten – aber so wird es wohl nicht sein. Oder doch?

Thomas:
Das klingt in der Tat romantisch, aber so ist es “leider” nicht. Dafür wohnen wir zu weit auseinander. Es ist eher so, dass uns in den unterschiedlichsten Momenten Ideen kommen: beim Duschen, beim Kochen, auf der Arbeit. Die meisten musikalischen Grundgerüste stammen aus der Feder unseres Gitarristen Felix. Rodrigo und ich hatten aber auch unabhängig davon ein paar Bilder und Geschichten im Kopf, die wir gerne behandeln wollten. Zum Beispiel eben “Der Horizont Ist Bunt!”. Da habe ich bei mehreren Songs experimentiert, um herauszufinden, was am besten passt. Bei “Wolkenjäger” hat die Melodie schon das Gefühl für den Text transportiert. ‘Nachgeläute’ ist düster und unheimlich, da war auch klar, dass ich da keinen Partytext dazu schreibe. Teilweise haben wir uns auch zu zweit oder zu dritt getroffen, um die Ideen auszuarbeiten.

Tobias:
Viele eurer Songs wirken, als würden sie geradezu nach einer Festivalbühne verlangen. Gibt es auf “Wolkenjäger” einen oder mehrere Titel, auf die ihr euch live ganz besonders freut?

Thomas:
Man könnte fast meinen, dass wir das ein oder andere Stück extra im Hinblick auf Bühnen- und Live-Tauglichkeit geschrieben haben. Dem ist wohl so. Was kann man gut mitsingen? Was funktioniert, was vielleicht auch nicht? Worauf hätten wir selber Lust als Publikum? Das hat definitiv eine Rolle im Songwriting-Prozess gespielt.

Unsere ersten drei Singles ‘Land In Sicht’, ‘Wenn Nicht Jetzt!’ und ‘Loreley’, zudem ‘Wolkenjäger’ und unser Cover von Hannes Waders ‘Heute Hier, Morgen Dort’ sind schon jetzt nicht mehr aus unserem Live-Repertoire wegzudenken. ‘Ahoy’ wird, glaube ich, richtig cool. Den haben wir auch schon zusammen geprobt. Und ‘Der Horizont Ist Bunt!’ ist ebenfalls gesetzt. Man kann kein so wichtiges Statement machen und es dann nicht live spielen.

Tobias:
Kleiner Off-Topic-Ausflug: Wenn ihr selbst für einen Tag zu echten Wolkenjägern werden könntet – wohin würde die Reise gehen und wen aus der Musikgeschichte würdet ihr mitnehmen?

Thomas:
Mit einem Zeppelin nach Skandinavien wäre, glaube ich, ziemlich cool. Da wird sich sicher irgendwo ein schöner See mit Hütte im Wald und Saunafass finden lassen. Ich wüsste auf Anhieb nicht, wen ich mitnehmen würde, aber das macht ja den Charme des Abenteuers aus. Man weiß eben nicht, wem man begegnet und was so passiert. Aber in Norwegen, Schweden oder Finnland gibt es viele schöne traditionelle Instrumente und tolle Musikerinnen und dann wird es doch noch etwas mit der Jam-Session am Lagerfeuer.*

Tobias:
Vinyl, CD, Kassette oder Streaming – welches Format bevorzugt ihr privat und warum?

Thomas:
Außer unserem Schlagzeuger Cedric sind wir alle Anfang bis Mitte 30. Wir sind also mit Kassetten und CDs aufgewachsen und haben noch Schubladen voll mit der Musik unserer Jugend. Da liegen sie aber ehrlicherweise auch schon lange. Einige Alben, die uns in unserer Jugend geprägt haben, hören wir inzwischen zwar digital, aber trotzdem immer noch gerne als komplettes Album am Stück. Ein komplettes Album als Kunstwerk ganz bewusst zu genießen, ist etwas, das durch das Streaming leider weitestgehend nicht mehr stattfindet und was die heutigen Jugendlichen kaum noch kennen.

Rodrigo

Tobias:
Eine Frage, die mir als Vinyl-Fan natürlich unter den Nägeln brennt: “Wolkenjäger” erscheint aktuell nicht auf Schallplatte. Gibt es dafür einen bestimmten Grund und besteht vielleicht die Chance, dass sich das in Zukunft noch ändert? Gerade die folkigen und atmosphärischen Momente des Albums könnte ich mir auf Vinyl nämlich besonders gut vorstellen.

Thomas:
Wir uns auch, aber 2026 überhaupt noch Tonträger zu verkaufen, ist leider schwer genug. Uns erreichen immer mal wieder Anfragen bezüglich Vinyl, bisher aber einfach zu wenige. “Wolkenjäger” könnte aber so eine Art Testlauf werden. Immerhin haben wir das erste Mal eine Fanbox, die wir in den kommenden Wochen für euch packen dürfen. Vielleicht ist dann im Nachhinein oder beim nächsten Album Vinyl der nächste Schritt.

Tobias:
Gibt es einen Song auf “Wolkenjäger”, der euch persönlich besonders am Herzen liegt oder dessen Entstehungsgeschichte vielleicht spannender war als bei den anderen Stücken?

Thomas:
‘Wenn Nicht Jetzt!’ vielleicht, denn da hatten wir von vornherein eine Strophe, die treibt. Textlich ist das Ganze ein Gemeinschaftsprojekt von Felix, Rodrigo und mir. Und ich liebe, wie Rodrigo meine Idee umgesetzt hat, dass der Junge, der am Anfang aufs Schiff geholt wird, ebenfalls alt wird und seinen Nachfolger sucht. Dazu gibt es auch ein, wie ich finde, fantastisches Stop-Motion-Lyric-Video.

Was wir aber bis kurz vor Ende der Albumproduktion nicht hatten, war ein Refrain, der dem irgendwie gerecht wird. Der Song war also lange ein Sorgenkind. In einer gemeinsamen Session im Studio mit Felix, Rodrigo und Produzent Marius Bornfleth kam mir die Idee mit dem “Wenn nicht jetzt, wann dann?” und aus dieser Idee wurde dann letztendlich der Refrain, wie man ihn jetzt hören kann. Kein Kompromiss für einen ansonsten guten Song, sondern ein Song, mit dem wir jetzt rundum zufrieden sind.

Tobias:
Bevor wir zum Ende kommen: Habe ich etwas Wichtiges vergessen oder gibt es rund um “Wolkenjäger”, MYTHEMIA und die kommenden Monate noch etwas, das ihr unseren Lesern unbedingt erzählen möchtet?

Thomas:
Wir wollen uns auf jeden Fall schon jetzt für die großartige Unterstützung bei unseren Fans bedanken. Ohne euch könnten wir einpacken. Wir sind extrem gespannt auf unsere Tour im Herbst. Kommt gerne vorbei und wenn ihr kommen wollt und könnt, dann kauft am besten schon jetzt eure Tickets.

Tobias:
Vielen Dank für eure Zeit und die offenen Antworten! Die letzten Worte gehören euch: Was möchtet ihr euren Fans und unseren Lesern noch mit auf den Weg geben?

Thomas:
Wir haben zu danken. Vergesst nicht zu träumen, werdet mit uns zu Wolkenjägern und denkt dran: Der Horizont ist bunt!

Mit “Wolkenjäger” setzen MYTHEMIA ihren eingeschlagenen Kurs konsequent fort und verbinden eingängige Folkrock-Melodien mit Geschichten über Freiheit, Abenteuerlust und Gemeinschaft. Gleichzeitig scheut sich die Band nicht, Haltung zu zeigen und Themen wie Vielfalt, Toleranz und Offenheit klar anzusprechen. Nach dem Gespräch bleibt vor allem der Eindruck einer Band, die genau weiß, wofür sie steht – musikalisch wie menschlich. Die kommenden Monate stehen ganz im Zeichen von “Wolkenjäger” und der ersten eigenen Headliner-Tour. Und wer weiß: Vielleicht verschlägt es MYTHEMIA irgendwann auch einmal zum Mittelalterlich Phantasie Spectaculum. Über einen entsprechenden Vorschlag würden sich die Nordrhein-Westfalen jedenfalls freuen. Bis dahin gilt ihr Appell an die Fans: Nicht aufhören zu träumen, die Leinen losmachen und selbst zu Wolkenjägern werden.

Interview: Tobias Stahl
Photocredit: Kim Lammers