STEEL PANTHER – JUNKYARD DRIVE

STEEL PANTHER – JUNKYARD DRIVE

Dortmund, Junkyard Open Air

26. Juni 2024

 

JUNKYARD DRIVE

Den Überraschungsopener an diesem Abend machten  JUNKYARD DRIVE aus dem dänischen Roskilde, die im Frühjahr ihren dritten „Look At Me Now “ Longplayer veröffentlicht haben.  Angeführt vom überzeugenden Sänger Kris spielten die Fünf absolut partytauglichen Hard Rock der alten Schule, bei dem insbesondere Gitarrist mit parodistischem Outfit auffiel. Egal, die Truppe klang frisch und professionell und nutzte ihre halbe Stunde, um zu überzeugen.  Am Ende des Sets setzten sie den hymnischen good time Rocker `Mr. Rock’N Roll` bei dem auch das Publikum mitsang und klatschte.Fazit: JUNKYARD DRIVE haben mit ihrer Show Interesse geweckt und eine mehr als ordentliche Publikumsreaktion eingefahren, vor allem daran gemessen, dass vorher niemand wusste, dass die Band überhaupt spielt. Passt!

 

STEEL PANTHER

Als ich vor bald 20 Jahren auf dem Hollywoodstrip eine noch wenig bekannte Coverband  namens STEEL PANTHER mit Van Halen Tracks gesehen habe, konnte man noch nicht wissen, dass aus der verdammt unterhaltsamen Truppe, mit ihren ultraschrägen Sprüchen ein international bekannter Act wurde. Aber die Viper Room Hausband  von damals ist durch die harte Schule gestählt, zu einer wirklich großartigen Liveband geworden, die mit fünf Alben im Rücken überall auf der Welt tourt, Fernsehauftritte hat und wohl fast jedem Metalhead etwas sagt… Auch wenn das häufig Bullshit ist.

Natürlich stechen STEEL PANTHER durch ihre unfassbaren, mit Sex und Drugs überladenen Geschichten, aus der Masse heraus.  Vor allem nehmen sie sich dabei aber selbst und sämtliche Klischees der 80er Hard Rock auf die Schippe. Egal ob Michael Starr und Gitarrist Satchel nun über ihren angeblichen Koks und Crack Konsum, ihr „biblisches“ Alter,  wilde Sexeskapaden und siebenminütige Orgien schwadronieren. Das Ganze hat Witz, baut ein paar deutsche Begriffe ein (natürlich „Scheiße, Schwanz, Titten“ …)  und ist trotzdem nicht nur platt, sondern offenbart Intelligenz.

Kurz: STEEL PANTHER sind Comedy  gepaart mit hervorragenden musikalischen Fähigkeiten und Songs die einfach nur zur Party einladen. Und diese Gelegenheit hat Dortmund auch genutzt. Bereits mit dem Opener `Eyes Of The Panther` gibt es mächtig Power, Druck und die perfekte Show, die keinen Moment langweilig ist und sowohl „Poser“,  Death Metal Fans, Verkleidete als auch scheinbare „Normalos“ anlockte. Und klar holen STEEL PANTHER irgendwann dann auch ein Mädel auf die Bühne. Der Umgang mit der Ausgewählten ist wirklich nett, da werden keinerlei Grenzen überschritten, sie wird angeschmachtet, wird besungen und sie darf selbst bei `Weenie Ride`singen. Sprich, STEEL PANTHER machen genau sie zum Star für den Moment und eben nicht zum Objekt.

Dazu spielt die Band bekannte Songs wie `Death to All but Metal`, `Asian Hooker` neuere “On The Prowl“  Tracks  wie `1987` und natürlich `17 Girls In A Row`,  bei dem, wie üblich, junge Frauen aus dem Publikum die Bühne bevölkern,  um mit der Band zu tanzen, zu shakern und in Einzelfällen sich und ihren Körper zu präsentieren. Alles freiwillig und alles harmlos, schlicht Entertainment pur. STEEL PANTHER  beweisen sich wieder als Rampensäue im besten Sinne, die bei der lautstark geforderten Zugabe `Glory Hole` nochmal alles aus sich und dem feiernden Publikum rausholte. 😉 Party On!!

 

 

Text & Photo Credits: Sven Bernhardt

 

Setliste STEEL PANTHER:

Eyes Of The Panther

Tomorrow Night

Asian Hooker

Just Like Tiger Woods

Friends With Benefits

Guitar Solo

Death to All but Metal

1987

Ain’t Dead Yet

Impromptu Song for a Girl

Weenie Ride

17 Girls in a Row

Party Like Tomorrow Is the End of the World

Gloryhole