KATAKLYSM – VADER – BLOOD RED THRONE – „Freedom Or Death“ Tour
KATAKLYSM, VADER & BLOOD RED THRONE
22.März 2026
Zeche, Bochum
Drei mal Extreme Metal also nichts für zarte Seelen, erwartete an diesem Sonntagabend die Besucher der altwehrwürdigen Zeche Bochum, die zwar nicht ausverkauft aber dennoch verdammt gut gefüllt war.
BLOOD RED THRONE
Die norwegischen BLOOD RED THRONE begrüßten das Volk mit Blastbeats und Growls, Energie und treibenden Riffing. Mit einem fetten Sound und
ordentlicher Lightshow im Rücken bringen sie zumindest mal die vordere Hälfte der Halle zügig auf Betriebstemperatur. Wobei sich neben Frontmann Sindre insbesondere Gitarrist Ivan „Meathook“ Gujić extrem agil und offenbar verdammt gut gelaunt zeigt. Aber auch die anderen Bandmember sind in ständiger Bewegung und lassen keine musikalischen Wünsche offen. Man schaue sich nur Bassmann Stian Gundersen mal etwas genauer an. Auch wenn vielleicht nicht jeder mit den Songs vertraut war, flogen hier doch nach wenigen Songs bereits die kollektiven „Heys“ durch die Halle, denn brutale Death, Grind und zuweilen auch Slooow Sounds waren genau das, worauf die Menge Bock hatte. Auch wenn BLOOD RED THRONE nur wenige Tracks Zeit hatten (z.B. `Unleashing Hell`, `Smite`) um zu überzeugen, brachte der Fünfer hier mit `Mephitication` eine richtig geile Show zu Ende, die mit reichlich Beifall bedacht wurde.
VADER
Mit Piotr Wiwczareks VADER hatten sich die Booker eine der festen Größen des europäischen Death Metal ins Boot geholt und erwartungsgemäß waren nicht Wenige wegen der Polen nach Bochum gekommen. Nach dem obligatorischen “Ace Of Spades“ Intro startet das musikalische Massaker in einem Wust
aus Rauch und einfarbigem Licht. Gut, sehen will der geneigte Death Metaller ja ohnehin nicht viel aber die eindimensionale Lightshow ist zumindest für Fotografen grenzwertig. Scheiß drauf, denn was zählt, ist die Musik und da leben VADER von ihrer Jahrelangen Erfahrung und jeder Menge Alben. So kamen neben neueren “Litargy“ Tracks auch reichlich altes Material wie wie `Reign Forever World` oder `Triumph Of Death` zum Einsatz, die, wie immer, besonders laut gefeiert wurden.
Wobei Shouter Piotrt hinter seinem Mikrofonständer, in Form eines umgedrehten Kreuzes, sich immer wieder auf Deutsch bedankte und überhaupt eher sympathisch als Evil wirkte… zumindest mal zwischen den Songs. Denn bei denen zeigte sich die Truppe alles andere als zahm, satt oder alt. Im Gegenteil.
Das laute und lebendige Publikum dankte es ihnen mit “VADER, VADER“ Rufen und ja, hier hätte auch bereits der Headliner des heutigen Abends auf der Bühne stehen können. Das grande Finale gab es in Form von `Hellaluyah (God Is Dead)`, bevor die Zeche zum Klang des Darth Vader Theme Songs `The Imperial March` die Band noch lange abfeierte.
KATAKLYSM
Mit jeder Menge Rauch und Hyperblasts machten die Franco Kanadier, da weiter wo ihre polnischen Kollegen aufgehört hatten. Frontmann Maurizio Iacono, begrüßte die Menge zu den Klängen von `Push The Venom` in bester Imperator-Manier und KATAKLYSM prügelten und groovten sich durch ihr ca. 70minütiges Set, das mehrheitlich auf dem noch aktuellen “Goliath“ Longplayer basierte.
Hinter der akuten Nebelwand tat die Band an diesem Abend so ziemlich alles, um gar keine Müdigkeit aufkommen zu lassen. Sprich die Band hatte auch nach über drei Jahrzehnten ihrer Existenz offenbar noch Bock ihr Material in das Volk zu hämmern. Das klärte der Frontmann auch noch mal explizit in seiner “Ansprache“ auf, “dass man gegen jeden Rat ohne neues Album gekommen sei, weil man eben wollte“. Apropos “Ansprache“, Maurizio beschwor er den Zusammenhalt der Metalcommunity in einer Welt voller Kriege, mit der man die Welt verändere“: Ob das tatsächlich so ist, bleibt dahingestellt. Nicht aber dass die Setlist, neben Standards auch einige KATAKLYSM Perlen aufwies.
Und so standen neben `Narcissist’, `Guillotine’, `The Rabbit Hole’, `Bringer Of Vengeance’, `In Shadows & Dust’ , `Crippled & Broken’ oder `The Black Sheep’ auch Tracks wie `Prevail`, `Die As A King’ oder `As I Slither` auf dem Programm, das nach insgesamt 17 Tracks und dem abschließendem `Elevate` endete. Was bleibt war eine zum Teil verschwitze Menge und eine wahre Death Metal Celebration mit Bands, die alles bieten was, der Mob wollte.
Text & Photo Credits: Sven Bernhardt
























