GENERATION STEEL haben sich seit ihrer Gründung 2007 dem klassischen Heavy Metal und Hard Rock verschrieben und mit „The Eagle Will Rise“, „Lionheart“ und nun „Steelmachine“ bereits drei Alben vorgelegt, die ordentlich nach vorne gehen. Gerade beim neuen Album ist dabei einiges in Bewegung geraten: Mit Thilo Herrmann, Mike Stark und Fabian Watermann steht eine Besetzung am Start, die frischen Wind in die Linzer beziehungsweise Wetzlarer Stahlmaschine bringt und gleichzeitig die bewährte Heavy-Metal-DNA erhalten soll. Auch musikalisch bietet das Album einiges. ‚1000 Lives‘, ‚Back On The Track‘ und ‚Fields Of Pain‘ liefern fette Riffs und ordentlich Druck, ‚Teeny Meany‘ bringt Country-Vibes ins Spiel, während ‚Witches Cross‘ nicht nur musikalisch, sondern auch visuell eine starke Geschichte erzählt. Mit ‚Rise Up‘ ist zudem Piet Sielck beteiligt, der neben der Produktion auch gesanglich in Erscheinung tritt. Im Gespräch mit Jack the Riffer geht es deshalb um den Neuanfang mit dem neuen Line-up, das Songwriting von Thilo Herrmann, die Zusammenarbeit mit Piet Sielck, die Entstehung einzelner Songs, die anstehende Tour mit MYSTIC PROPHECY und IRON SAVIOR und natürlich darum, was von GENERATION STEEL noch zu erwarten ist.
Tobias:
Mit „Steelmachine“ steht nun bereits das dritte Album von GENERATION STEEL in den Startlöchern. Nach „The Eagle Will Rise“ und „Lionheart“ war für euch klar, dass es nicht einfach darum gehen sollte, das bisherige Rezept noch einmal aufzuwärmen. Was habt ihr euch für „Steelmachine“ musikalisch vorgenommen und an welchem Punkt habt ihr gemerkt, dass ihr diesmal noch eine Schippe drauflegen wollt?
Jack:
Wir wollten definitiv keinen dritten Aufguss dessen machen, was wir schon auf den ersten beiden Alben gemacht hatten. Die Basis von GENERATION STEEL bleibt klassischer Heavy Metal – daran wollen wir auch gar nichts ändern. Aber „Steelmachine“ sollte härter, druckvoller und gleichzeitig abwechslungsreicher werden. Der entscheidende Punkt war eigentlich der personelle Umbruch. Plötzlich waren neue Leute mit neuen Ideen und anderen musikalischen Erfahrungen dabei. Dadurch entstand eine Dynamik, die uns selbst überrascht hat. Wir hatten sehr schnell das Gefühl: Da geht deutlich mehr. Also haben wir nicht versucht, zwanghaft an der Vergangenheit festzuhalten, sondern diese Energie genutzt. „Steelmachine“ ist deshalb für uns weniger eine Fortsetzung als vielmehr der Beginn einer neuen Phase der Band.
Tobias:
Wenn man auf das aktuelle Line-up schaut, ist der Umbruch schon ziemlich gewaltig: Von der damaligen Besetzung ist neben Jack the Riffer niemand mehr dabei. Wie kam es zu diesen vielen Veränderungen und wie stark hat sich dadurch die Arbeitsweise innerhalb von GENERATION STEEL verändert?
Jack:
Ganz so gewaltig, wie es auf den ersten Blick vielleicht aussieht, war der Umbruch nicht. Marc ist schließlich schon länger bei GENERATION STEEL dabei. Im Zuge der Entstehung von „Steelmachine“ haben wir letztlich drei Positionen verändert. Das war auch kein geplanter Schnitt nach dem Motto: Wir stellen die Band jetzt einmal komplett neu auf. Leider haben sich in der Vergangenheit bei einzelnen Bandmitgliedern persönliche Interessen und Prioritäten verändert, oder man hat irgendwann festgestellt, dass man nicht mehr dieselben Ziele verfolgt beziehungsweise unterschiedliche Vorstellungen davon hat, wie man innerhalb einer Band zusammenarbeiten möchte. Das ist zunächst einmal nichts Ungewöhnliches. Eine Band besteht aus unterschiedlichen Menschen, und Dinge können sich im Laufe der Zeit verändern. Wenn man aber merkt, dass bestimmte Vorstellungen aus den verschiedensten Gründen nicht mehr zueinanderpassen, muss man irgendwann Entscheidungen treffen und neue Wege gehen – auch wenn das unbequem ist und einen vielleicht zunächst sogar etwas zurückwirft. Genau diese Entscheidungen haben wir getroffen. Uns war wichtig, nicht aus Bequemlichkeit an einer Konstellation festzuhalten, die langfristig nicht mehr funktioniert. Rückblickend war dieser Prozess notwendig und hat uns musikalisch wie menschlich neue Möglichkeiten eröffnet. Heute haben wir eine Besetzung, in der alle GENERATION STEEL wirklich voranbringen wollen. Natürlich diskutieren wir über Songs, Arrangements oder Sounds – das gehört dazu. Aber entscheidend ist, dass wir ein gemeinsames Ziel haben und am Ende immer die Frage im Vordergrund steht: Was ist das Beste für den Song und für die Band?
Tobias:
Mit Mike Stark steht jetzt ein Sänger am Mikrofon, dessen Stimme ich bereits von FEANOR und STORMBURNER kenne und sehr schätze. Gerade deshalb war ich natürlich besonders gespannt, wie er sich bei GENERATION STEEL macht und wie seine Stimme mit dem neuen Material funktioniert. Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Mike und was hat euch letztlich davon überzeugt, dass er der richtige Sänger für GENERATION STEEL ist?
Jack:
Mike kam letztlich über Thilo ins Spiel. Nach der Trennung von unserem bisherigen Sänger haben wir intensiv gesucht, weil für uns klar war, dass wir nicht einfach irgendeine Stimme brauchen. Der Sänger prägt eine Band enorm. Thilo empfahl uns Mike, und als wir seine ersten Aufnahmen gehört haben, war ziemlich schnell klar, dass das funktionieren könnte. Mike hat diese kraftvolle klassische Metal-Stimme, aber gleichzeitig genug Eigenständigkeit und Variabilität. Besonders wichtig war uns, dass er nicht versucht, irgendjemanden zu kopieren. Hinzu kommt, dass Mike seine Vocallines und Texte selbst entwickelt. Dadurch bringt er eine eigene kreative Ebene in die Band. Dass er in Stockholm lebt, macht die Organisation natürlich etwas aufwendiger – aber wenn die musikalische und menschliche Chemie stimmt, findet man dafür Lösungen.
Tobias:
Auch an der Gitarre gibt es mit Thilo Herrmann eine neue Besetzung. Bei ‚Wings Of Fire‘ und besonders bei ‚Fields Of Pain‘ fallen mir die Gitarren sofort auf, weil sie ordentlich Druck und diese typische Heavy-Metal-Kante mitbringen. Wie hat sich die Gitarrenarbeit mit dem neuen Line-up entwickelt und was hat sich dadurch beim Songwriting ergeben?
Jack:
Thilos Einstieg war für „Steelmachine“ tatsächlich so etwas wie ein kompletter kreativer Neustart. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits einiges an Rohmaterial für das nächste Album zusammengetragen. Nachdem Thilo eingestiegen war, haben wir uns das Material gemeinsam vorgenommen und relativ schnell festgestellt, dass es keinen Sinn macht, daraus mit aller Gewalt ein neues Album zu bauen. Nach Rücksprache mit Thilo haben wir deshalb eine ziemlich konsequente Entscheidung getroffen: Wir haben das vorhandene Material komplett verworfen und noch einmal bei null angefangen.
Das Songwriting für „Steelmachine“ stammt komplett von Thilo. Er hat die Songs geschrieben, arrangiert und auch die gesamte Vorproduktion übernommen. Das war für GENERATION STEEL eine völlig neue Arbeitsweise und hat die musikalische Ausrichtung des Albums natürlich entscheidend geprägt. Thilo bringt dabei nicht nur seine Qualitäten als Gitarrist ein, sondern einen riesigen Fundus an Ideen und mehrere Jahrzehnte Erfahrung als Musiker und Songwriter. Er hat ein sehr gutes Gespür dafür, wann ein Riff funktioniert, wann ein Arrangement noch Luft nach oben hat und was ein Song wirklich braucht.
Die Gitarren haben wir anschließend in Thilos Studio aufgenommen. Dabei ergänzen wir uns als Gitarristen sehr gut: Thilo bringt Technik, Melodik und seine charakteristische Lead-Arbeit ein, während ich eher für den zusätzlichen Druck und das Rhythmusfundament zuständig bin – bei uns nennen wir das gerne den „Betonmischer“. [lacht] Dieser komplette Neustart war rückblickend eine der wichtigsten Entscheidungen für „Steelmachine“. Wir wollten eben nicht krampfhaft an bereits vorhandenem Material festhalten, sondern mit der neuen Besetzung auch musikalisch wirklich ein neues Kapitel aufschlagen. Und genau das hört man dem Album aus unserer Sicht auch an.
Tobias:
Der Titeltrack ‚Steelmachine‘ geht für mich mit ordentlich Wucht los und zeigt, wohin die Reise geht. Gleichzeitig zeigt ihr auf dem Album, dass ihr euch nicht ausschließlich über Härte definieren wollt. Wie entsteht bei euch ein Song wie ‚Steelmachine‘ und worauf achtet ihr beim Schreiben, damit trotz unterschiedlicher Facetten der GENERATION-STEEL-Charakter erhalten bleibt?
Jack:
Am Anfang steht meistens ein Riff oder eine Grundidee. Wir setzen uns dabei nicht hin und sagen: Jetzt brauchen wir einen Song, der exakt so oder so klingt. Entscheidend ist, dass ein Riff sofort etwas auslöst. „Steelmachine“ ist dafür ein gutes Beispiel. Der Song musste nach vorne gehen, weil er auch ein Statement für das gesamte Album ist. Aber Härte allein reicht nicht. Wir brauchen Hooks, Melodien und einen Refrain, der hängen bleibt. Der GENERATION-STEEL-Charakter entsteht für uns aus genau dieser Mischung: klassische Heavy-Metal-DNA, starke Riffs, Melodie und eine gewisse Direktheit. Wir wollen keine Musik machen, bei der man fünf Minuten überlegen muss, was die Band eigentlich sagen wollte. Wenn ein Riff einschlägt, soll es einschlagen.
Tobias:
‚Witches Cross‘ ist für mich einer der Songs, bei denen das Gesamtpaket besonders gut funktioniert. Ich mag nicht nur den Song selbst, sondern auch das Video mit Ronja Anouk Hähr als Witch und Rainer Fränzen als Priest. Die Geschichte rund um Hexenverbrennung, fanatischen Glauben und das vorschnelle Verurteilen anderer wird dort sehr direkt umgesetzt. Wie ist ‚Witches Cross‘ entstanden und wie stark seid ihr bei der Umsetzung des Videos in die Gestaltung der Geschichte und Bilder eingebunden gewesen?
Jack:
‚Witches Cross‘ ist ein gutes Beispiel dafür, dass wir textlich nicht nur klassische Metal-Klischees bedienen wollen. Die historische Hexenverfolgung bietet natürlich starke Bilder, aber das eigentliche Thema dahinter ist zeitlos: Menschen werden ausgegrenzt, verurteilt und zu Schuldigen erklärt, weil sie anders sind oder nicht in ein bestimmtes Weltbild passen. Genau diese Atmosphäre wollten wir auch im Video transportieren. Deshalb war uns wichtig, dass es nicht einfach nur Performance-Szenen mit ein bisschen Feuer und Mittelalter-Kulisse gibt, sondern eine kleine Geschichte erzählt wird. Ronja und Rainer haben das sehr stark umgesetzt. Gerade diese Mischung aus Musik, Figuren und Bildern macht den Song für uns zu einem der Stücke, bei denen Audio und Visualisierung sehr eng zusammengehören.
Tobias:
Mit ‚Rise Up‘ habt ihr Piet Sielck nicht nur als Produzenten auf dem Album, sondern auch musikalisch dabei. Für mich passt diese Verbindung natürlich schon vom Namen her hervorragend: Steel trifft Iron. Wie kam es zu seiner Beteiligung an dem Song und wie war es für euch, mit einem Musiker zusammenzuarbeiten, der selbst eine so lange Geschichte im klassischen Heavy Metal hat?
Jack:
Piet war zunächst einmal unser Produzent. Während der Produktion von ‚Rise Up‘ entstand dann die Idee, dass seine Stimme hervorragend zu dem Song und besonders zum Zusammenspiel mit Mike passen könnte. Daraus wurde schließlich ein Duett zwischen Mike und Piet. Und natürlich fanden wir die Idee ziemlich cool – Steel trifft Iron ist tatsächlich eine ganz passende Beschreibung. [lacht] Viel wichtiger ist aber, dass Piet nicht einfach als prominenter Gast irgendwo auftaucht, sondern musikalisch wirklich zum Song passt. Genau deshalb funktioniert das Stück für uns.
Tobias:
Piet Sielck hat „Steelmachine“ produziert und damit natürlich auch den Sound des Albums entscheidend mitgeprägt. Für mich klingt die Platte druckvoll und fett, ohne dabei den traditionellen Heavy Metal aus den Augen zu verlieren. Was hat Piet in die Produktion eingebracht und wie wichtig war seine Arbeit dafür, dass „Steelmachine“ am Ende so klingt, wie ihr es euch vorgestellt habt?
Jack:
Sehr wichtig. Wir wollten jemanden, der klassischen Heavy Metal versteht, aber trotzdem einen modernen, druckvollen Sound hinbekommt. Piet bringt genau diese Kombination mit. Ursprünglich hatten wir übrigens Uwe Lulis gefragt, ob er die Produktion übernehmen könnte. Uwe hatte zeitlich keine Möglichkeit, hat uns aber seinen guten Freund Piet empfohlen. Rückblickend war das ein echter Glücksfall.
Piet hat natürlich einen riesigen Erfahrungsschatz – nicht nur durch IRON SAVIOR, sondern durch all die Produktionen und Musiker, mit denen er über die Jahre gearbeitet hat. Gleichzeitig ist er jemand, der sehr klar sagt, wenn etwas funktioniert – und ebenso klar, wenn etwas noch nicht funktioniert. Wir wollten keine Hochglanzproduktion, bei der am Ende jede Kante wegpoliert ist. Die Platte sollte fett und modern klingen, aber immer noch wie eine traditionelle Metalband. Genau das hat Piet sehr gut getroffen.
Tobias:
‚The Priest‘ und ‚I Am The Storm‘ gehen für mich etwas anders zu Werke als das besonders druckvolle ‚Fields Of Pain‘. Gleichzeitig bringt ‚New Frontiers‘ Aufbruchsstimmung und „gegen jeden Widerstand“-Gefühl mit. Wie wichtig ist euch beim Songwriting, dass ein Album verschiedene Stimmungen und Facetten besitzt, und wie entscheidet ihr, welche Richtung ein Song am Ende einschlägt?
Jack:
Sehr wichtig. Neunmal denselben Song mit einem anderen Refrain zu schreiben, wäre uns zu langweilig. Ein Album muss für uns eine gewisse Dramaturgie haben. ‚Fields Of Pain‘ hat beispielsweise eine andere Energie als ‚The Priest‘, und ‚New Frontiers‘ transportiert wieder eine völlig andere Stimmung. Trotzdem müssen alle Songs so klingen, als kämen sie von derselben Band. Das ist eigentlich die Herausforderung: Abwechslung zu schaffen, ohne beliebig zu werden. Unser gemeinsamer Nenner sind die Gitarren, Mikes Stimme, die Rhythmussektion und diese klassische Heavy-Metal-DNA. Innerhalb dieses Rahmens erlauben wir uns ziemlich viel.
Tobias:
Mit ‚Island Of Tragedy‘ habt ihr einen über acht Minuten langen Song als Finale auf „Steelmachine“ gesetzt. Ich finde es immer spannend, wenn eine Band zum Schluss nicht einfach einen kurzen Rausschmeißer platziert, sondern noch einmal richtig auffährt. Warum war gerade dieser Song für euch der richtige Abschluss für das Album?
Jack:
Weil ein solcher Song Raum braucht. ‚Island Of Tragedy‘ wäre irgendwo in der Mitte des Albums wahrscheinlich verschenkt gewesen. Der Song entwickelt sich über seine Länge und funktioniert eher wie ein Finale als wie ein klassischer Vier-Minuten-Metaltrack. Wir wollten am Ende bewusst keinen schnellen Rausschmeißer nach dem Motto „noch einmal Vollgas und fertig“. Das Album sollte mit einem Stück enden, das noch einmal eine andere Seite der Band zeigt und beim Hörer etwas hinterlässt. Acht Minuten sind natürlich in Zeiten von Streaming nicht unbedingt die strategisch cleverste Songlänge. Aber manchmal sollte man Musik einfach Musik sein lassen. Wenn ein Song acht Minuten braucht, dann bekommt er acht Minuten.
Tobias:
Nach dem Release von „Steelmachine“ geht es für euch natürlich auch live weiter. Mit u. a. MYSTIC PROPHECY und IRON SAVIOR steht eine Tour an, die für mich schon auf dem Papier richtig interessant klingt. Wie sehr habt ihr Bock auf diese Tour und worauf freut ihr euch dabei ganz besonders?
Jack:
Extrem! Ein Album entsteht über Monate hinweg in Proberäumen, Studios und vor Rechnern. Aber irgendwann muss das Zeug raus auf die Bühne. Im November und Dezember sind wir mit MYSTIC PROPHECY und IRON SAVIOR unterwegs. Das passt musikalisch natürlich hervorragend zu uns und gibt uns die Möglichkeit, „Steelmachine“ vor genau dem Publikum zu präsentieren, für das diese Musik gemacht ist. Und für das neue Line-up ist die Tour besonders wichtig. Eine Band wächst nicht nur im Studio zusammen. Dieses Zusammenspiel, dieses blinde Verständnis entwickelt sich vor allem auf der Bühne. Genau darauf freuen wir uns.
Tobias:
Mit dem neuen Line-up habt ihr vier von fünf Positionen neu besetzt. Ich habe in meiner Review geschrieben, dass ich hoffe, dass diese Besetzung stabil bleibt und sich noch besser einspielt, noch besser aufeinander abstimmt und miteinander groovt. Wie blickt ihr selbst auf die Zukunft von GENERATION STEEL und was möchtet ihr mit diesem Line-up noch erreichen?
Jack:
Da müssen wir zunächst eine kleine Korrektur einschieben: Wir haben drei Positionen neu besetzt. Marc ist schon länger bei GENERATION STEEL dabei und hat auch die Entwicklung der Band in dieser Phase bereits mitgemacht. – ist im Review geändert auf drei von vier/Tobias
Aber bei einem Punkt geben wir dir absolut recht: Eine Band muss zusammenwachsen. Das passiert nicht allein bei Proben oder im Studio, sondern vor allem durch gemeinsame Konzerte und Touren. Je häufiger man miteinander auf der Bühne steht, desto mehr entwickelt sich dieses blinde Verständnis füreinander – und genau darauf haben wir richtig Bock. Nach den Veränderungen der vergangenen Zeit ist unser Ziel deshalb ganz klar, mit dieser Besetzung Kontinuität zu schaffen und gemeinsam etwas aufzubauen. Alle fünf bringen unterschiedliche Erfahrungen und Persönlichkeiten mit, aber entscheidend ist, dass wir dieselben Ziele verfolgen und GENERATION STEEL gemeinsam voranbringen wollen. „Steelmachine“ sehen wir dabei nicht als Endpunkt, sondern eher als Startschuss. Wir wollen als Band live noch stärker werden, mehr Festivals spielen, international sichtbarer werden und natürlich gemeinsam weitere Musik schreiben. Wenn man so will, beginnt mit „Steelmachine“ tatsächlich eine neue Ära für GENERATION STEEL. Und wir sind selbst ziemlich gespannt darauf, wohin uns diese noch führen wird.
Tobias:
Bevor wir zum Schluss kommen: Haben wir aus deiner Sicht mit unseren Fragen alles Wichtige rund um „Steelmachine“, das neue Line-up und die Zukunft von GENERATION STEEL abgedeckt oder gibt es noch etwas, das dir persönlich besonders wichtig ist und das bisher keinen Platz gefunden hat?
Jack:
Vielleicht eine Sache: Hinter einem Album wie „Steelmachine“ steckt sehr viel mehr Arbeit, als man am Ende hört oder sieht. Gerade wenn eine Band gleichzeitig einen so großen personellen Umbruch erlebt, ist das eine echte Herausforderung. Umso stolzer sind wir darauf, dass wir nicht einfach irgendwie ein Album fertiggestellt haben, sondern eines, hinter dem wir heute zu hundert Prozent stehen.
Und wir möchten uns bei allen bedanken, die diesen Weg mit uns gegangen sind – bei unserem Label, bei Piet, bei allen Beteiligten an Videos, Artwork und Produktion und natürlich bei den Leuten, die unsere Musik hören, LPs/CDs kaufen, streamen, zu Konzerten kommen und uns unterstützen. Ohne diese Leute existiert eine Band irgendwann nur noch im Proberaum.
Tobias:
Dann gehören die letzten Worte natürlich dir: Was möchtest du den Fans von GENERATION STEEL und den Leserinnen und Lesern von OBLIVEON mit auf den Weg geben?
Jack:
Gebt „Steelmachine“ eine Chance und hört euch das Album am besten komplett an. Wir haben viel Herzblut, Zeit und auch einige Nerven in diese Platte gesteckt. [lacht]
Vor allem freuen wir uns darauf, die Songs endlich live zu spielen. Also kommt vorbei, trinkt ein Bier mit uns, habt eine gute Zeit und unterstützt die Bands, die diese Musik immer noch mit Leidenschaft machen.
Wir sehen uns auf Tour!
Stay Metal! Stay Steel!
Interview: Tobias Stahl
Photocredit: PROMO

