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DREAM THEATER
Titel: PARASOMNIA
Label: INSIDEOUTMUSIC / SONY
Spieldauer: 71:22 Minuten
VÖ: 07. Februar 2025
Ich kann noch nicht so richtig einordnen, ob es jetzt leicht ist, die neuste Veröffentlichung aus dem Hause DREAM THEATER zu besprechen. Oder halt nicht. Wie ist die Erwartungshaltung des geneigten Lesers? Was habe ich erwartet und konnten DT meine Erwartungen erfüllen? Fragen über Fragen und ich befürchte, die Antworten darauf fallen sehr unterschiedlich aus.
Bereits im letzten Jahr wurde die Vorfreude bei den Fans angefacht, als die Meldung die Runde machte, dass Mike Portnoy zurück an Bord sei. Die Rückkehr wurde gebührend gefeiert, immerhin haben sich damit so einige Hoffnungen erfüllt, denn es gab zu Genüge die Stimmen, die Mike nach seinem Weggang nachgetrauert haben. Den ein oder anderen wird es sicherlich nicht nur freuen, sondern der Band auch gleich eine neue alte Dynamik attestieren.
Man darf ja wünsche äußern und hoffen, dass sie in Erfüllung gehen. Auch da dürfte das Lager auseinanderdriften, wobei die goldene Mitte sicherlich auch eine attraktive Wunschvorstellung ist. Einerseits mag man die verkopft-verspielten Prog-Künste aus dem Hochregallager des Prog, einfach, weil man da eine Art Alleinstellungsmerkmal hat. Andererseits wünscht man sich die auf den Punkt kommende Härte, die schon so einige Highlights an Songs hervorgebracht hat. „Parasomnia“ ist irgendwie so ein Ding dazwischen, einerseits über jeden Zweifel erhaben, natürlich solide und bodenständig gespielt … aber andererseits eigentlich nicht das, was ich mir zum Bandjubiläum vorgestellt oder erhofft habe. Ja, man kann das Album gut hören. Nein, den großen Wurf habe ich nicht herausgehört. Aber vielleicht ist es auch genau das, was die Amis als Ziel vor Augen hatten. Man wollte ein geradliniges Album, konzeptionell ausgerichtet, irgendwie gefällig mit der Attitüde der durch die Rückkehr von Portnoy wiederbelebten Band.
Es ist halt ein DREAM THEATER-Album geworden, wo DREAM THEATER halt so typische DREAM THEATER-Dinge machen. Mich hat es zwar nicht wirklich vom Hocker gehauen, weil mich das Album schlicht nicht gecatcht hat. Ich habe aber wohlwollend zur Kenntnis genommen, dass sich Jordan angenehm zurückhält und seine gern ausschweifenden Keyboardeinlagen einer songdienlichen Intonierung gewichen sind. Und letztlich ist auch das drin, was draufsteht, nämlich DREAM THEATER. Alles andere ist reine Geschmackssache.
Robert vergibt 7,5 von 10 Punkten