THUNDERMOTHER – BLACK AND GOLD

THUNDERMOTHER

Titel: BLACK AND GOLD

Label: AFM Records

Spieldauer: 42:43 Minuten

VÖ: 19. August 2022

Der 19. August 2022 steht ganz im Zeichen des neuen Releases “Black And Gold” aus dem Hause THUNDERMOTHER. Die Schwedinnen veröffentlichen damit ihren vierten Langspieler seit Bandgründung. Filippa Nässil (Guitar), Guernica Mancini (Vocals), Emlee Johansson (Drums) und Mona Lindgren (Bass) produzierten, mischten und masterten “Black And Gold” in den Stockholmer Bagpipe Studios und dem Kopenhagener Medley Studio mit dem Dänen Søren Andersen, der auch schon bei “Heat Wave” das Mischpult bediente. Das Cover Artwork stammt aus der Feder von Andreas Werling und die Fotos der Band kommen von Matts Vassfjord. Aus ursprünglich zwanzig Songs wählte das Hardrock-Quartett zusammen mit Freunden und Kollegen das stärkste dutzend für “Black And Gold” aus und somit kommen wir auf 42:43 Minuten Female-Power. Bevor wir ins Album einsteigen sei erwähnt, dass THUNDERMOTHER auch auf Tour sind und unter anderem das Summer Breeze in Dinkelsbühl spielen werden.

Doch jetzt steigen wir mit ´The Light In The Sky´ ins vierte Kraftpaket der skandinavischen All-Female-Truppe ein und hören gleich in den ersten Sekunden die Spiel -und Lebensfreude und die Leidenschaft heraus, mit der die Mädels ihre Platte aufgenommen haben. Der, bereits als Single ausgekoppelte, Titeltrack ´Black And Gold´ schraubt den Hörspaß weiter in die Höhe. Der knackige Sound des Liedes kommt unter anderem von vier Gitarrenspuren die Filippa beisteuert. Sie spielt die Rhythmus-, Solo- und Slide-Gitarre und eine Talk-Box, wie man sie von Bon Jovi kennt, Sie sagt dazu: “Ich weiß noch gar nicht, wie ich alle vier Komponenten auf der Bühne unter einen Hut bekommen soll“, und lacht dabei. Genau das ist es, was die Band so super-sympathisch macht. Mit ´Raise Your Hands´ und dem sehr eingängigen ´Hot Mess´, daß bei mir als Single schon oft lief, gehts zu den THUNDERMOTHER typischen Tracks ´Wasted´ und ´Watch Out´, welche die Gitarren schön in den Vordergrund stellen und die Rockröhre in Guernica Mancini besonders gut zur Geltung bringen. Bei ´I Don’t Know You´ wird selbst Angus Young die Luftgitarre zocken und sich im weiteren Verlauf vom genialen Groove des geil arrangierten Tracks leiten lassen. Frisch und frech kommen THUNDERMOTHER mit ´Looks No Hooks´ um die Ecke und ´Loud And Free´ ist eine Nummer, die man alá Marty McFly in „Zurück die Zukunft“ mitrocken kann, falls die Luftgitarre richtig gestimmt ist. Wer bei ´Try With Love´ an eine Ballade denkt, der hat falsch gedacht, denn die kommt erst nach ´Stratosphere´ ist wunderbar gefühlvoll und heißt ´Borrowed Time´. Der Track handelt vom Glücksmoment, den die Schwedinnen nach einem Konzert empfinden und ist der gelungene Abschluss eines Knalleralbums.

Mich begeistern THUNDERMOTHER schon einige Zeit und spätestens mit “Heat Wave” hatten mich die Frauen aus dem hohen Norden mit ihrer absoluten Qualität überzeugt. Ich fand schon auf dem letzten Album keinen Song, der irgendwie in seiner Qualität abfiel und finde ihn auch dieses Mal nicht. Mich reißen Vocals, Gitarren, Bässe und Drums mal wieder richtig vom Hocker und wäre ich mobil, hätte ich schon mindestens drei Luftgitarren kaputtgerockt. Das Quartett aus der Heimat von ABBA verschaffen mir stets ein gutes Gefühl beim anhören ihrer Songs und machen brutal Spaß. Eine Textzeile während des Eröffnungssongs lautet “We are the Thunder” und genau das seid ihr!

Tobi Stahl vergibt 10 von 10 Punkten