DARKEST HOUR
Titel: SUFFER DIVINE
Label: MNRKheavy
Spieldauer: 42:10 Minuten
VÖ: 30. Oktober 2026
Die US Truppe DARKEST HOUR, 1995 in Washington gegründet, präsentiert ihr elftes Studio-Eisen “Suffer Divine“, für das die Band dieses Mal Produzent Mark Lewis (Whitechapel, The Black Dahlia Murder, Cannibal Corpse) verpflichtet hat.
Auf elf heftigen Tracks destilliert die neue Scheibe alles, was den besonderen Sound der Band, welcher die Wucht und Geschwindigkeit des Thrash mit der Leidenschaft, dem Druck und der Attitüde des Hardcore sowie Elementen des Melodic Death Metal verbindet, ausmacht. Kompromisslose Dynamik, melodische Riffs, Death Metal Wucht, hohes Tempo und Twin-Guitar Harmonien sorgen für ein kompromissloses, energiegeladenes Stück Aggression mit Hardcore Einschlag, Melodik und emotionaler Bedeutung.
Das schnelle, knüppelharte, kurze Titelstück und die massive Metalcore Abfahrt `Everyday Horrors´ sowie das epische `The Unforgiving Hand´, über weite Strecken ein ruhiges Instrumental, bevor es sich in einen intensiven, eingängigen Banger verwandelt, loten dabei die Extreme aus, während Songs wie das grandiose `No Conquered Hearts´, das folgende, mit einem grandiosen Solo endende `Salvation´ die Vorabsingle `Warrior´ und das großartige `Tribalist´ das perfekte Amalgam der genannten Elemente und Einflüsse repräsentieren.
Jede Note atmet Wut, Zorn und Schmerz und verkörpert gleichzeitig Hoffnung und Empathie, aggressiv, atmosphärisch und musikalisch dicht. Konzeptuell behandelt das Album die Idee, Selbstwert und Positivität aus dem eigenen Leiden zu schöpfen. Auch die Entstehung dieses Albums war nach Aussage der Band die Verkörperung genau eines solchen Akts.
“Suffer Divine“ verbindet aggressive Passagen und melodische Momente mit unerwarteten Wendungen und haufenweise mitreißenden Gitarrensoli, die hier unbedingt nochmal erwähnt werden müssen. DARKEST HOUR entwickeln ihren Sound konsequent und kompromisslos weiter und geben dabei ordentlich auf die Zwölf, lassen aber auch genug Raum für Emotionalität, Herz und kleinere musikalische Richtungsänderungen, die für Abwechslung sorgen.
Michael Gaspar vergibt 9 von 10 Punkten


