STEAK
Titel: STEAK
Label: Ripple Music
Spieldauer: 39:19 Minuten
VÖ: 09. Oktober 2026
Ein gutes Steak ist eigentlich etwas ganz einfaches. Doch wie immer, einfach kann so schwierig sein. Was nehme ich für ein Stück Fleisch? Wie heiß ist die Pfanne, was nehme ich für ein Fett? Ich kann vor dem Braten würzen. Oder danach. Die einen nehmen nur Salz und Pfeffer, andere legen einen Stiel Rosmarin mit in die Pfanne. Oder schmelzen ein Stück Butter auf dem Steak.
Und genauso einfach hat man es, wenn man eine Band gründet mit dem Namen STEAK. Wie es diese Truppe aus London getan hat. Und noch mehr, sie hat auch dies Album so benannt.
Doch, ist dieses STEAK nun zu Tode gebraten und zäh? Oder butterweich und saftig? Ist es voller Aromen? Oder vollkommen geschmacksneutral?
Ganz klar. STEAK haben Geschmack. Ihr so gar nicht britisch klingender Heavy Rock steht voll im Saft. Gut abgehangene Rock Rhythmen, tolle treibende Riffs, schwebende Melodien. Alles ist da, was es braucht. Schon beim ersten Song ´Cometh´ fühlt es sich an, als ob das Messer durch Butter geht. Das getragen beginnende ´Luxury Junk´ endet auf der Überholspur. Und an ´Dust´ ist außer dem Titel und dem Gitarrensound kaum etwas trocken und staubig. Und ja, ´Aether´ hat eine ätherische Grundstimmung. Dafür läßt ´Knucklehead´ mal so richtig die Punksau raus.
Bleiben wir beim Essen. Und bei Musik. Jedes Essen und jede Musik hat seine Zeit. Und der Sound von STEAK ist schon wie im Steakhaus. Ein saftiges Rib Eye, medium rare, Bohnen, Speck und richtig geile Bratkartoffeln.
Auch die Spielzeit von gerade 39 Minuten spricht für Kurzgebratenes…
Mario Wolski vergibt 8,5 von 10 Punkten


