GRAVEYARD – FEVER

GRAVEYARD

Titel: FEVER

Label: NUCLEAR BLAST RECORDS

Spieldauer: 39:43 Minuten

VÖ: 09. Oktober 2026

In der vielfältigen Landschaft der modernen Rockmusik stehen die Schweden GRAVEYARD mit ihrem markanten Sound für Fuzz, Groove sowie mit dem einem Fuß knöcheltief im musikalischen Morast und mit dem anderen in der sengend heißen kalifornischen Wüste. Ihr teilweise zähflüssiger Mix aus Blues, Psych und Retro Rock ist einzigartig, eigenständig und unverkennbar.

Mit dem nun vorliegenden siebten Studio-Longplayer “Fever“ geht die Band vorwärts, mehr aus sich raus, stochert ruhelos im Nebel, rennt unruhig in den fahlen Rauch, zeigt Zähne und abermals ihr großes Talent zum Schreiben zeitloser, packender Rocksongs.

Die neuen Songs wie der eröffnende Sabbath-artige Groover `Back From The Grave´, das treibend-eingängige `Time To Tell´ und straighte Rocker wie `Tongue Tied´ und `Means To An End´ gehen direkter, heavier und gradliniger zu Werke und sind ohne externen Produzenten entstanden. Das Mixing hat Pelle Gunnerfeldt (The Hives, Refused, Viagra Boys) übernommen, das Mastering wurde von Robin Schmidt (24-96 Mastering) erledigt.

Als meine persönlichen Lieblinge würde ich das blues-getränkte, facettenreiche `A Better Cut (Note To Self)´, den unbeirrbaren Ohrwurm `Don´t Shoot!´ und den grandiosen, wütenden Albumcloser `Dead Note´ nennen.

Handgemachte Rockmusik mit künstlerischer Integrität, großer Authentizität und einem unverkennbaren Stil, der die 70s mit modernen Interpretationen des Genres zusammenbringt. Und ein beeindruckender Dreher mit neun frischen Songs, die aus dem Bauch direkt auf den Punkt kommen, frischer und roher an die Erfolgsscheibe “Hitsingen Blues“ anknüpfen und das nötige „Fieber“ besitzen, ihre gesamte Faszination und Überzeugung zumindest in meinem Fall aber erst nach einige Durchläufen entfaltet haben.

Michael Gaspar vergibt 8,5 von 10 Punkten