MALAMORTE – OMEN II

MALAMORTE

Titel: OMEN II

Label: Moribund Records

Spieldauer: 35:16 Minuten

VÖ: 21. August 2026

´Ave´, sei gegrüßt in der Welt des Kinos. In der Welt des Horrorfims, des gepflegten Grusel.

Ich persönlich mag Kino. Auch mal einen gepflegten Grusel. Meist aber sind mir Horrorfilme zu brutal, zu blutig, eklig. Ganz viele Filme haben was von Gewalt-Porno. Da unter Verzicht auf Handlung gemetzelt um des Metzelns Willen. Andererseits kann ich einem guten Schmöker etwa von Stephen King einiges abgewinnen. Oder etwa den Geschichten, die uns King Diamond geruht zu vertonen.

MALAMORTE, eine gar nicht mal so neue italienische Band, haben sich mit ihrem neuen Album einem Filmklassiker von 1978 gewidmet. Schon 2022, auf dem Vorgänger setzten sie einen Fuß in die Welt Damiens, als sie mit ´Omen´ sich dem ersten Teil der Reihe widmeten. Ja, nicht nur im Kino setzt man auf Fortsetzungen.

Ich vermute, dass sich die Truppe stilistisch seitdem wenig verändert hat. Musikalisch setzen sie auf recht harten Metal im Gefolge des schon genannten Königs. Ein Hauch Thrash rundet das Ganze ab. Beeindruckend finde ich das Riffing in der ersten Single ´Raven At Midnight´. Hier wird mit einfachsten Mitteln eine drückend düstere Atmosphäre erzeugt.

Frontmann Alessandro Nunziati (Lord Vampyr, Cain, Shadowsreign) singt und klingt sehr eigenständig und versucht eben nicht, einen Kim Bendix Petersen zu kopieren. Dennoch ist er kraftvoll unterwegs, verbreitet eine beängstigende, bedrohliche Stimmung. Toller Job.

Ich habe die „Omen“ Filme nie gesehen, wie gesagt, Horror ist nicht unbedingt meine Welt. Von daher vermeide ich ein Urteil, wie gut der Film hier in Musik übersetzt wurde. Für sich gesehen ist dieses Album aber ein starkes Stück okkulter Metal. Das Bach-Zitat etwa in ´Faces On The Wall´ geht mir echt gut rein. Auch, weil ich Bach liebe. Oder der tänzelnde Basslauf zu Beginn von ´Inheritance´, der macht einfach Spaß. Der Metal wird sicher nicht neu erfunden. Auch wird keine neue Schublade aufgemacht. Wer braucht auch neue Schubladen? Dafür liegt hier ein wirklich gut gespieltes, gesungenes Stück Musik auf meinem Teller.

Mario Wolski vergibt 7,5 von 10 Punkten