EMBERS OF DAWN
Titel: INFERNAL CULTURE
Label: INDEPENDENT RELEASE
Spieldauer: 40:43 Minuten
VÖ: 18. September 2026
Gegründet 2022, sind EMBERS OF DAWN ein den Genregrenzen trotzendes Metal Projekt aus Jacksonville, Florida und Santa Barbara, Kalifornien. Die Band vereint Elemente von Industrial, Gothic, Melodic Death und Cyber Metal zu ihrer ganz eigenen aggressiven, kraftvollen, cinematischen Mischung.
Nun erscheint das Debütalbum “Infernal Culture“, dessen Produktion, Mix und Mastering Richii Wainwright erledigt hat. Das düstere Coverartwork hat Diego Gedoz de Souza gestaltet. Adrian Erlandsson (AT THE GATES, CRADLE OF FILTH, PARADISE LOST, THE HAUNTED) ist bei einigen Tracks an den Drums zu hören.
Die neun Songs vereinen die Leichtigkeit von Pain, die düstere Melodik von Dark Tranquility, den dreckigen Groove von Ministry, die mechanische Präzision von Fear Factory, die Wucht von Rammstein, die Verspieltheit von Static-X, die mitreißende Rhythmik von Rob Zombie, die Vielseitigkeit von Killing Joke und die depressive Romantik von Type O Negative zu facettenreichen, mitreißenden Kompositionen.
EMBERS OF DAWN legen los mit dem eröffnenden, treibenden High-Octane Cyber/Death/Gothic Hybriden `Eden Unknown´. Harte Beats und Growls treffen auf pulsierende Elektrosounds. Das folgende `Infernal´ ist ein erbarmungsloser Industrial Metal Stampfer mit ROB ZOMBIE, MINISTRY und STATIC-X Einflüssen, gefolgt von der brutalen Industrial Hymne `Don’t Wait to Die´ mit dennoch memorablem Chorus und mechanisch anmutender Rhythmik.
`Shadow of Her Veil´ präsentiert sich eingängiger, atmosphärisch und emotional irgendwo zwischen Heavy Gothic Rock und elektronisch angehauchtem Doom Metal, quasi The 69 Eyes auf Steroiden. `Age of Corrosion´ geht wütend, dunkel und desillusioniert mit scharfer musikalisch-mechanischer Präzision, harschen Vocals, rhythmischen Drums und Synthies zu Werke und verfügt überraschenderweise auch über ein Gitarrensolo.
`The Passing´ ist dann tatsächlich der ultimative Tribut an TYPE O NEGATIVE und Peter Steele, stimmungsvoll, doomig, heavy und unwiderstehlich, bevor das dystopisch-technologische `Static Prayer´ erneut Industrial Metal Identität pur repräsentiert: mechanische Beats, schnelle Doublebass-Passagen und flächige Gitarrenharmonien.
Zum Abschluss gibt es zwei ältere Songs in neuen Versionen. `The Only Gods´ ist ein Remix des 2023 veröffentlichten Tracks, der mit verbesserten Elektro- und Industrial-Elementen gepimpt wurde. Ein eingängiger und dennoch harter Darkwave/Industrial-Ohrwurm mit packendem Chorus, der an Fear Factory und Killing Joke erinnert, und zum heimlichen Hit der Scheibe avanciert. Mit der remasterten Version von der 2024 erarbeiteten Coverversion `Wolf Moon´ sind wir zum Schluss abermals bei TYPE O NEGATIVE angekommen, deren Track sich hier in einen kalten, maschinellen Dark Ambient Synth Klopfer verwandelt.
Austin Graves (Vocals), Cliff Ross (Gitarren, Programming), Scott Van Horn (Bass, Programming) und Drummer Grover Norton liefern eine abwechslungsreiche, moderne Industrial Rock/Metal Scheibe mit einem spannenden Soundmix.
Michael Gaspar vergibt 8 von 10 Punkten


