OSUKARU
Titel: TALL TALES
Label: PRIDE & JOY RECORDS
Spieldauer: 39:37 Minuten
VÖ: 21. August 2026
Gegründet Anfang 2010 im schwedischen Göteborg nahm die Vision von Gitarrist Oz Hawe Petersson (damals bekannt als Oz Osukaru) immer mehr Gestalt an und nach unermüdlicher Weiterentwicklung erschien 2012 schließlich das Debütalbum “Salvation“ der offensichtlich nippon-affinen jungen Truppe.
Heute bestehend die Melodic Rocker neben dem Mastermind und Bandgründer aus Fredrik Werner (Gesang/Gitarre), Marcus Zerath (Bass/Hintergrundgesang sowie C.D. (Schlagzeug/Perkussion) und legt seinen siebten Longplayer “Tale Tales“ vor.
Verwurzelt im klassischen Stadionrock, tendierten die frühen Veröffentlichungen zu einem soliden AOR-Sound, der mit der Zeit an Schärfe, Härte und Durchschlagskraft gewann. Songs geprägt von mitreißenden Melodien und dem klaren, melodischen Gesang, aber auch von Gewicht, Power und Attitüde.
Produziert wurde die Scheibe von Oz Hawe Petersson zusammen mit dem langjährigen Sänger und Bandpartner Fredrik Werner (Daytona, Air Raid), gemischt von Svein Jensen (Alicate, Sister Sin) und gemastert von Mats Eriksson (Degreed). Das Cover und das Booklet-Artwork wurden von Oz Hawe Petersson gemeinsam mit Schauspielerin und Model Eliza Sica gestaltet. Es reflektiert die geheimnisvollen, rätselhaften lyrischen Themen des Albums, denn hier ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, sondern die Songs drehen sich neben japanischen Motiven (`Ronin´) auch um Verlustängste, Abschied, Konflikte und innere Kämpfen.
Musikalisch tönt das Ganze tatsächlich sehr druckvoll, klar, modern, frisch und authentisch aus den Boxen. OSUKARU ehren ihre AOR-Wurzeln und entwickeln ihren zeitgemäßen, eingängigen Sound dennoch weiter. Sie präsentieren sich lauter, bissiger und doch mit der hymnischen Hardrock DNA versetzt, durch die sie Vergangenheit und Gegenwart verbinden.
Während der allseits abgefeierte Vorgänger “Starbound“ mich weitgehend kalt ließ, triftt “Tall Tales“ mit seinen zehn neuen Kompositionen einen Nerv. Fans von Dokken, Crazy Lixx, Warrant, H.E.A.T und frühen Mötley Crüe sollten hier unbedingt mal einen Blick riskieren.
Michael Gaspar vergibt 8 von 10 Punkten


