HYDRA
Titel: DEHYDRATION
Label: PRIDE & JOY RECORDS
Spieldauer: 58:04 Minuten
VÖ: 18. September 2026
HYDRA ist das melodisch rockende Baby des schwedischen Songwriters/Musikers Henrik Hedström mit seinem Freund und Drummer/Produzent Daniel Flores (First Signal, Find Me, The Murder Of My Sweet). Auf das Debütalbum “Point Break“ (2022) und das Zweitwerk “ReHydration“ (2024) folgt nun der dritte Streich “DeHydration“.
Das Lineup des Vierers wird komplettiert von Sänger sowie Lead- und Rhythmusgitatist Andi Kravljaca sowie Bassist Johnny Trobro. Im Mittelpunkt stehen elf neue Nummern zwischen Melodic Rock Hymnen, synthielastigem Stadionrock, AOR mit Pop Appeal und hier und da gar ein wenig Boygroup Feeling.
Auf den flotten Opener `This Time´ folgen mit `Fooled By Love Again´ und `Labyrinth Of Love´ wie bereits an den bildhaften Songtiteln erkennbar die ersten beiden Schmusesongs mit Kuschelrock-Charakter, knapp an der Grenze zum Kitsch vorbei. Der einzige echte „Kritikpunkt“ bleibt also wie beim direkten Vorgänger der recht hohe Balladen-Anteil mit Hang zur Schnulze.
Und dennoch beim Ohrwurm `Hiding In Plain Sight ´ und `Bringing On The Thunder´ gibt es dann in Maßen doch mal richtige Gitarrenpower zu hören, die ein wenig die Zähne zeigt, kombiniert mit weiteren guten Refrains. Die Band beweist ein Händchen für anheimelnde, eingängige Lovesongs, die den Hörer unmittelbar in die Zeit der ersten großen Liebe zurück versetzen. Auch das knuffige `A Millions Miles´ schlägt in diese Kerbe.
Dabei muss man HYDRA zugutehalten, dass dieser und das folgende `Halfway To Nowhere´ wie auch die übrigen Tracks beileibe keine handelsüblichen Feel Good Lovesongs, sondern eher kleine, sorgfältig ausgearbeitete Liebes-Epen zwischen fünf und sechseinhalb Minuten Spielzeit sind. Sogar der ansonsten radiotaugliche Ohrwurm `Somebody To Love´ dürfte mit seinen fünf Minuten Dauer vermutlich zu lang für den Rundfunk sein. Aber wofür gibt es schließlich die gekürzten Radio-Editionen?
Somit bleibt festzuhalten, dass der Band mit DEHYDRATION vielleicht nicht der ganz große Wurf, aber eben doch ein durch und durch ausgewogenes, unterhaltsames und zeitgemäßes Melodic Rock Album gelungen ist.
Michael Gaspar vergibt 7,5 von 10 Punkten


