BLACK REVELATION – NO LIGHT UPON US ALL

BLACK REVELATION

Titel: NO LIGHT UPON US ALL

Label: EIGENVERÖFFENTLICHUNG / NINE RECORDS

Spieldauer: 65:50 Minuten

Reisen bildet sagt man ja immer. Und so lernt man auf der Reise zu einem Konzert nach Norwegen den Sänger einer Doom Band – BLACK REVELATION – kennen und erfährt, dass erst im April das neue Album herausgekommen ist. Da mache ich dann kurzen Prozess, Album auf der Bandcampseite gekauft und auf geht’s.

BLACK REVELATION sind aus den Überresten der Thrash Band Warcry hervorgegangen. Sie stammen aus dem Stuttgarter Raum, genauer gesagt aus Vaihingen an der Enz. 

Wer auf traditionellen bisweilen auch epischen Doom Metal steht, sollte sich BLACK REVELATION mal auf den Zettel schreiben. Auch wenn ich auf diesem kein Gebiet kein Spezialist bin können hier durchaus Reverend Bizarre oder The Gates of Slumber als wohl größte Orientierungshilfe genannt werden. Aber auch die ein oder andere direkte 70er Jahre Verneigung ist zu verzeichnen. Die Band spielt befreit von modernem Spökes und bleibt tradierten Mustern verpflichtet. Alle Songs firmieren jenseits der Zehnminutenmarke, Ausnahme bildet lediglich das St. Vitus Cover ‚One Mind‘ als Bonus.

Der Sound von BLACK REVELATION ist erdig, satt und transparent druckvoll. Allem voranstellen muss ich allerdings die hoch anzuerkennende Vokalarbeit von Martin. Der Mut, sich hier zu beweisen wird definitiv mit dieser Meisterleistung belohnt. Die Songs sind trotz ihrer Länge spannungsgeladen, energetisch und bleiben jederzeit dynamisch. Insgesamt finden sich in fünf Eigenkompositionen und einem Coversong als Bonus 70 Minuten feinster Doom Metal. Die Scheibe strotzt vor erhabener Epik, wie zum Beispiel der Titeltrack nur allzu deutlich zeigt. Aber auch der Faktor Rock‘n‘Roll kommt nicht zu kurz was ‚Veil of Eternal Nightfall‘ eindrucksvoll beweist. 

Eine wirklich außergewöhnliche Scheibe, die traditionelle Doomer in allen Fällen mal antesten sollten. Zu ordern per Bandcamp auf Vinyl, CD und natürlich als Download. Aber Vorsicht: wenn man sich durch diesen Brecher durchgearbeitet hat, könnte Suchtgefahr entstehen!

Ingo Holzhäuser vergibt 8,5 von 10 Punkten