CRIMSON ROOTS
Titel: OPEN ROAD
Label: Tonzonen Records
Spieldauer: 44:57 Minuten
VÖ: 2025
Eigentlich habe ich diese CD viel zu spät zugesteckt bekommen. Oder genau richtig vom Timing. Denn CRIMSON ROOTS liefern mit ihrem Debüt „Open Roads“ das absolut entspannte Sommeralbum ab.
Das Nürnberger Quintett um Sängerin Ina Salaj beschreitet sicher keine neuen Wege. Die Wege, die sie beschreiten, erscheinen vielleicht sogar ausgetreten und altbekannt.
Shice-egal.
Dieses Konzeptalbum über eine Reise auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sprüht einfach vor tollen musikalischen Gedanken. Eine Mischung aus frühem Rock, kaum hard zu nennen, aber fesselnd vom ersten bis zum letzten Ton, und Psychedelia untermalt wunderbar diese Reise. Auch für den Hörer ist es ein wunderbarer Ausflug. Es geht zurück, als Rockmusik immer noch neu und spannend und anders war. Hier treffen sich die schwebenden Klänge von Pink Floyd, die kalorienreich fette Orgel von Deep Purple und ein höchst entspanntes Gitarrenspiel, leicht und luftig.
Das Ganze untermalt Inas wunderbare Stimme. Die Dame hat so viel Blues und Soul in ihrem Hals. Mit jedem Ton zieht sie den Hörer in ihren Bann. Für mich gehört sie zu den besten Stimmen, die unser Land zu bieten hat. Sie muss sich ganz sicher nicht hinter ihren Kolleginnen von -meinetwegen- Galactic Superlords oder Wucan verstecken. Auch wenn die musikalische Ausrichtung am Ende des Tages natürlich eine andere ist.
Und jetzt zum Wetterbericht. Morgen scheint wieder die Sonne. Und wenn nicht, „Open Roads“ läßt sie für Dich scheinen.
Mario Wolski vergibt 8,5 von 10 Punkten


