MASTERPLAN
Titel: METALMORPHOSIS
Label: FRONTIERS RECORDS
Spieldauer: 50:45 Minuten
VÖ: 26. Juni 2026
Die 2002 von Drummer Uli Kusch (Helloween, Gamma Ray) und Roland Grapow gegründeten Metaller MASTERPLAN melden sich mit ihrem neuen Studioalbum “Metalmorphosis“ zurück, den ersten neuen Songs des Fünfers seit ihrem “Novum Initium” Dreher (2013).
Zwischen melodischem Power Metal, wuchtigen, beinahe trashigen Passagen und progressiven Einflüssen präsentieren sich Tracks wie der Opener `Chase The Light´ bissig, treibend, gradlinig und ein wenig düster. Nach wie vor offenbart sich ein Sinn für hymnische Refrains, Melodien und Spannungsbögen, können jedoch nicht ganz mit dem Esprit und der Eingängigkeit der Frühwerke mithalten.
Dynamische Power Metal Energie, wuchtige, präzise Gitarrenarbeit und die flächigen Keyboards von Alex Mackenrott treffen auf die rauen und kraftvollen Vocals von Rick Altzi (Thunderstone, At Vance), der jedoch seinem Vorgänger Jorn Lande weder in Sachen Gesang noch auf der nach oben offenen Aura-Skala so wirklich das Wasser reichen kann.
Nicht alle Songs treffen voll ins Schwarze, aber überdurchschnittliche Stücke wie `Bound to Fall´ und `Pain Of Yesterday´ vereinen Schwere, Melancholie und Emotionalität. Weitere Highlights sind der deftig-kraftvolle Titeltrack mit seinem Ohrwurm-Chorus, das stimmige, memorable `Ghostlight´ sowie allen voran das kleine, dramatisch-balladeske Acht-Minuten-Epos `The Call´.
Unter dem Strich ein gelungenes, fokussiertes, homogenes Comeback, dem insbesondere seine heavy-düster-aggressive Ausrichtung gepaart mit dem gewohnten musikalischen Können und melodischem Anspruch gut zu Gesicht steht, das aber nicht an die Klasse vor allem der ersten beiden MASTERPLAN Alben herankommt.
Michael Gaspar vergibt 8 von 10 Punkten


