EMBRACE OF SOULS
Titel: THE BATTLE OF THE DEAD
Label: ROCKSHOTS RECORDS
Spieldauer: 43:04 Minuten
VÖ: 22. Mai 2026
Die italienischen Symphonic Power Metaller EMBRACE OF SOULS wurden 2019 von Drummer und Komponist Michele Olmi aus der Taufe gehoben und sind von einem reinen Studioprojekt zu einer echten sechsköpfigen Band gereift, die nun bereits ihren dritten Longplayer “The Battle Of The Dead” veröffentlicht.
Alle Bandmitglieder haben zu diesem Konzeptalbum beigetragen, das in einer mittelalterlichen Welt speilt, die von einer mysteriösen Seuche heimgesucht wird, was in einer dunklen und vielschichtigen Story um Macht, Verrat, Opfer, Liebe und Hoffnung mündet, in dem ganze Königreiche auf den unvermeidlichen Konflikt zwischen den Lebenden und den Toten zusteuern.
Musikalisch steht man in der Tradition europäischen Power Metals zwischen treibenden, rhythmusorientierten Abschnitten mit galloppierenden Double-Bass-Attacken und präziser Gitarrenarbeit, die von flächigen Keyboards und Chor-Texturen ergänzt werden.
Im Fokus steht außerdem der Kontrast zwischen dem Heavy Metal Organ von Giacomo Rossi sowie Martina Mazzeos opernartiger Stimme, was ein breiteres emotionales Spektrum erlaubt und ermöglicht, sich zwischen Intensität und Atmosphäre zu bewegen.
Beispielsweise beim guten Opener und Titeltrack funktioniert dies auch recht gut und songdienlich, oftmals werden diese Gegensätze jedoch nicht gewinnbringend betont und eingesetzt oder laufen nur duettartig beiläufig nebeneinander her.
Ein erwähnenswerter Gastbeitrag kommt von Morby (Adolfo Morviducci), Sänger der italienischen Power Metaller DOMINE, bei `The War´, ein simpler, flotter, effektiver Power Metal Stampfer, der sehr gut zu gefallen weiß.
Generell wollen EMBRACE OF SOULS ausgetretene Pfade verlassen und vertraute Formeln vermeiden, aber so wirken die Stücke oft ein wenig unsortiert und wenig gradlinig und strukturiert, noch eine Orchestierung hier und ein Solo da, dazu die bereits erwähnte verworrene Vokalakrobatik.
Leider nicht mehr als solider Silberling, der allzu oft in guten Ansätzen stehenbleibt und das durchaus vorhandene künstlerische Potential zu selten ausnutzt und in wirklich zwingende Kompositionen überführt.
Michael Gaspar vergibt 6 von 10 Punkten


