BLACK SITES
Titel: FOR ETERNITY
Label: Independent
Spieldauer: 45:09 Minuten
VÖ: 17. Juli 2026
Da war die Freude schon groß. Neues aus Chicago. BLACK SITES, deren Vorgänger „The Promised Land?„, mich sehr in den Bann gezogen hat, sind personell runderneuert wieder da. Ausser Sänger/Gitarrist Mark Sugar wurde auf allen Positionen gewechselt.
Ein bisschen spürt und hört man das. Ich finde, dass „For Eternity“ etwas weniger schnell ins Ohr geht. Zumindest mir geht das so, dass ich ein paar Durchläufe mehr benötigt habe, mich mit und in dem neuen Material zurechtzufinden. Insgesamt wurde die Härte ein klein wenig zurückgeschraubt. Einflüsse aus dem Thrash sind noch etwas sparsamer eingesetzt als schon auf dem Vorgänger. Dafür ist die Nähe zum klassischen 80er Jahre Metal noch etwas spürbarer.
´Aquarius Betrayer´ etwa ist eine treibende Nummer, die ganz plötzlich überrascht mit Motiven, die ich bei den Briten Satan verorten würde. Mark ist auch stimmlich streckenweise nicht ganz so weit weg von Alan Ross. Zusätzlich wird der Track von tollen Chören aufgewertet und spannender solistischer Gitarrenarbeit. Insgesamt also noch weiter weg vom US Metal als bisher, berufen sich BLACK SITES noch mehr als früher auf Einflüsse zwischen Toni Iommi und dem Frühwerk von Ozzy, „Youthanasia“ und Metallicas Schwarzem Album (´Blades (For The Chosen Ones)´).
Etwas weniger düster, etwas positiver gestimmt, sind dem Quartett aus der Stadt der eisigen Winde acht spannende Songs gelungen, die den bisher gegangenen Weg weiter folgen. Dabei wird aber der Stil der Truppe auf eine noch etwas breitere Basis gestellt. Vielleicht war es sogar gut, dass die Songs ein wenig Eingewöhnung brauchten, um einfach noch besser in die Welt von BLACK SITES eintauchen zu können.
Mario Wolski vergibt 8 von 10 Punkten


