THUNDEROR
Titel: BLEED FOR IT
Label: BOONSDALE RECORDS
Spieldauer: 32:39 Minuten
VÖ: 17. April 2026
Vier Jahre nach ihrem Debütalbum “Fire It Up” lassen die stilistisch schwer greifbaren kanadischen Rock/Metal Visionäre THUNDEROR diesem ihr neues Konzeptalbum “Bleed For It” und damit ihren Zweitling folgen.
THUNDEROR treten als Trio auf. JJ Tartaglia (Drums, Keyboards und Vocals) und Jonny Nesta (Gitarre) spielen eigentlich mit SKULL FIST Speed Metal und Brycen Gunn vervollständigt den Dreierpack auf dem neuen Album am Bass. Im Gegenteil zur Hauptband stehen THUNDEROR für eingängigen, vielseitigen Metal und Heavy Rock.
Los geht es mit dem Opener ´Pump Up The Volume´ rifflastig und mit hohen Vocals, während der folgende Titelsong catchier, spielfreudig und mit Hair Metal Schlagseite daherkommt. Und so geht es weiter mit vielseitigen Stücken zwischen NWOTHM, Arenarock und einem Schuss Rockoper, die Wert auf mitreißende Melodien und Singalongs legen.
Das kommt nicht von ungefähr, denn die Lyrics erzählen die Geschichte von “Thunderor The Musical” (zu dem das Album den Soundtrack abgibt), gefährliches Abenteuer und wilde Romanze in einem. ´Get ‘Em Counted´ legt eine Schippe Tempo drauf und geht ebenso wie ´Streets Of Fire´ mit lässiger Rock ´n´ Roll und Punk-Attitüde zu Werke. Dagegen startet ´Cape Breton Home´ als eine Mischung aus Klavier-Boogie und folkig maritimen Fidelklängen und geht dann in ein schnelles Mitgröhl-Stück über.
`DreamQuest´ ist dann ein kurzes synthielastiges, verträumtes Instrumental, bevor `In The Fire O’ The Heat´ mit solchen irischen Pub-/Sauflied Vibes und schnellen Pianoparts und Gitarrensolo die Scheibe beschließt.
Erneut werden sich am Gesang die Geister scheiden. Während die einen diesen vermutlich als rotzig und ungeschliffen bezeichnen, werden andere von lästig oder eintönig sprechen und diesen als einen Schwachpunkt im Sound der Band ausmachen.
Ein Album, das vor allem der Band Spaß zu machen scheint. Ein Funke, der nur teilweise auf den Hörenden überspringt. Kein ultimatives musikalisches Feuerwerk und doch über weite Strecken unterhaltsam, aber selbst mir in seiner musikalischen Uneindeutigkeit und Vielfalt manchmal etwas zu viel und unter dem Strich mit zu wenigen wirklich starken Songs angereichert.
Michael Gaspar vergibt 7 von 10 Punkten


