CORROSION OF CONFORMITY
Titel: GOOD GOD / BAAD MAN
Label: NUCLEAR BLAST RECORDS
Spieldauer: 67:25 Minuten
VÖ: 03. April 2026
Seit 1982 sind CORROSION OF CONFORMITY aktiv. Anfänglich noch mit eindeutiger Hardcore Kante gestartet, entwickelten sich die Südstaatler aus Raleigh, South Carolina, immer mehr zum Vertreter für Southern Metal mit ordentlichem Sludge-/Doomeinschlag. Der mitschwingende 70s Rock war nach dem Kollossalwerk Blind (1991) auf Deliverance (1994) und Wiseblood (1996) quasi fest in der Sound DNA manifestiert.
Auch das elfte Studioalbum der Truppe um Ur-Mitglied Woody Weatherman und Endachtziger Zugang Pepper Keenan spielt die Stärken der Diskographie konsequent aus. Schon der erste Akkord ist so Southern Rock sprich in Bourbon und Cajunsauce getränkt, dass der Signaturesound direkt im Ohr hängen bleibt. Dazu gibt es eine walzende Doom/Sludge Melange zwischen Sabbath, Sleep und Electric Wizard. ‚Gimmie sum moore‘ ruft noch einmal die brachiale Hardcorevergangenheit hervor. In meiner Wahrnehmung der stärkste Song des Albums. Aber danach ist keineswegs Schluss. Klafterweise Wah-Wah, lebendiges Drumming als auch hynoptischer Gesang wie in ‚The Handler‘ wissen zu gefallen.
Orientalische Klänge sind ebenfalls zu finden (im instrumentalen Zwischenspiel ‚Bedouin Hand‘) wie tonnenweise ZZ Top aber auch Down Reminiszenzen. Daraus haben COC den ein oder anderen entspannten Rocker gebastelt, der basal, erdig und fett aus den Membranen wabert. Beispiele hierfür sind unter anderem ‚Run for your life‘ oder ‚Handcuff County‘.
Unterm Strich bleibt eine Scheibe, der es gelingt die besten Facetten, Entwicklungen und Einflüsse von CORROSION OF CONFORMITY zu vereinen. Auch wenn mir das Album ein paar Songs zu lang geworden ist, macht es wirklich Spaß sich diese Scheibe entspannt anzuhören. Durchaus gelungen und Fans der Band sollten zugreifen und sich hieran erfreuen können.
Ingo Holzhäuser vergibt 8 von 10 Punkten


