AEONIK
Titel: THE ROAMER OF HEAVEN AND HELL
Label: Fetzner Death Records
Spieldauer: 49:12 Minuten
VÖ: 30. April 2026
Aus unserem Nachbarländchen Luxemburg kommt die Melodic-Black/Death-Metal-Truppe AEONIK, die zu den aufstrebenden Kapellen des kleinen Landes gehört. Gegründet 2023, machte die Band schnell Eindruck, nicht zuletzt durch den Sieg beim Wacken Metal Battle Luxemburg 2024, der ihnen direkt einen Slot auf dem Wacken Open Air einbrachte. Zum Line-up von AEONIK gehören Jeff Buchette (Vocals), Raph Gambuto und Marc Geiben (Gitarren), Änder Millim (Drums) sowie Bassist Tim Wilson. Mit der EP “Aeonian Lights” (2024) und der Single ‘Eternal Descent’ (2024) legten die Jungs den Grundstein für ihr Debüt “The Roamer of Heaven and Hell”, das am 30. April 2026 über Fetzner Death Records als CD-Digipack und limitierte Kassette erscheint.
Musikalisch sind die Luxemburger im melodischen und atmosphärischen Black/Death Metal zu Hause, lyrisch ist “The Roamer of Heaven and Hell” als Konzeptwerk angelegt: Im Mittelpunkt steht ein mysteriöser Wanderer, der zwischen Himmel und Hölle sowie durch verschiedene Dimensionen und Zeiten streift – ein Motiv, das sich durch die komplette Platte zieht. Produktion und Arrangements der Langrille lagen in den Händen von Nikolas Perlepe, während Naberius im Symbolic P Studio für Aufnahme und Technik zuständig war und Lawrence Macrory mittels Mixing und Mastering die finale Extreme-Metal-DNA in die Scheibe brachte.
Los geht’s mit dem Brecher ‘Beyond’, der wie ein rohes, blutiges Stück Fleisch aus den Boxen rattert – der melodische Anteil des Fleischklopfers ist gering, aber vorhanden. ‘Scars Are What Remains’ trifft mit seinen extremen Klängen ins Schwarze, wirkt ein bisschen melancholischer als der Opener, die Basseinschläge treffen trotzdem ins Mark. Wer unter Nackenstarre leidet, wird sie vielleicht mit leichten Kopfnickern während dem etwas weniger temporeichen ‘Where Light Fades to Ash’ wieder los, um dann in ‘Aeonian Lights’ zumindest während den gottlos schnellen Passagen am Start zu sein. Gelobt werden müssen die infernalen Grunts von Sänger Jeff Buchette, auch der interessante Ausklang des Liedes weiß zu gefallen. Mit “direktem” Fressegewemmse geht ‘Soulharvester’ voran, ‘Visions’ ist die über acht Minuten Walze, bei der man sich genüsslich entspannt und von der Melodie und der XXL-Instrumental-Passage treiben lässt. An dieser starken Nummer müssen sich die Nachfolger messen lassen, ein verdammt guter Extreme-Metal-Track mit der nötigen Atmosphäre. Im Triple-Track-Finale um den Nackenbrecher ‘Ruins of the Divine’, dem Titeltrack und Highlight ‘The Roamer of Heaven and Hell’ sowie der räudigen Schlussnummer ‘Eternal Descent’ gibt es mehr guten Luxemburg-Extreme-Metal in die Gehörgänge gestampft, mit dem AEONIK ihre Ambitionen auf den Thron des Benelux-Todesstahls unterstreichen.
“The Roamer of Heaven and Hell” ist ein starkes Debüt, das mit Wucht, Atmosphäre und dem gelungenen, knackigen Genremix aus Melodic-Black/Death-Metal überzeugt und AEONIK als eindrucksvollen Newcomer im Extreme Metal präsentiert.
Tobi Stahl vergibt 7,5 von 10 Punkten


