MIDNATT
Titel: SKRÄCKFYLLD FÖRTJUSNING
Label: Jawbreaker Records
Spieldauer: 39:28 Minuten
VÖ: 27. März 2026
Sorry meine Lieben, diese Scheibe hätte Potential gehabt, mir wirklich gut zu gefallen.
Angefangen mit schwedischen Texten, ich stehe ja drauf, wenn mal Musik in Muttersprache zu mir findet. Im klassischen Metal gibt es ja nicht so viele Bands, eigentlich fallen mir nur Jonah Quizz ein. Dennoch sollen Prins Svart hier nicht unerwähnt bleiben, die zwar eher dem Hard Rock angehören, dennoch die Hölle rocken.
Auch musikalisch ist „Skräckfylld Förtjusning“ nicht unbedingt von schlechten Eltern, denn der klassische Heavy Metal kommt direkt aus den Achtzigern. Vor allem, was die Gitarristen abliefern, ist schon erste Sahne.
Das Problem aber, das steht für mich an anderer Stelle. Selten habe ich so uninspiriert eindimensionalen Gesang gehört. Aron Torstensson schafft es irgendwie nicht, für Abwechslung zu sorgen. Alles bewegt sich auf einer Stufe. Mal ein wenig Dynamik, vielleicht mal leise Zwischentöne, danach suche ich vergebens. Und das zieht die ganze Scheibe runter. Egal wie gut eine Nummer anfängt, spätestens mit dem Gesang überkommt mich der Drang, abzuschalten.
Es gab und gibt viele Vokalisten, die eigentlich nicht singen können, dennoch grandiose Performer sind. Diese Liste beginne ich mal mit William Shatner, der altbekannte Kracher wie ´Space Oddity´ mit neuem Leben versieht. Bernie Bonvoisin von Trust ist ebenfalls so ein Fall von grandioser Performance, obwohl kein Chor ihn einstellen würde.
Und hier beginnt ´Stinxen´ wirklich stimmungsvoll. Und wird dann doch einfach nur stimmungstechnisch zerstört. Schade. So bleibt festzuhalten, mit einem anderen Gesang stünden MIDNATT für mich doch weit über dem Durchschnitt. Aber es kann natürlich schon sein, dass andere da anders denken und genau das so gern goutieren, wie es hier zu finden ist.
Mario Wolski vergibt 6,5 von 10 Punkten


