AGGRESSIVE PERFECTOR
Titel: COME CREEPING FIENDS
Label: Dying Victims
Spieldauer: 30:15 Minuten
VÖ: 27. März 2026
Noch aus der Zeit vor der großen Seuche sind mir AGGRESSIVE PERFECTOR aus Manchester ein Begriff. Bei einem Konzert in Tilburg als Support von Jag Panzer 2019 entdeckt, wurde nach der Show gleich eine Copy ihres 2016er Demos „Satan’s Heavy Metal“ verhaftet. Danach verlor ich die britischen Chaoten wieder aus den Augen, obwohl nur kurze Zeit darauf schon das Debütalbum „Havoc At The Midnight Hour“ erschien. Seitdem war es jedoch – erst einmal – sehr ruhig um das Trio geworden.
Nun sind sie zurück mit „Come Creeping Fiends“, ihrem zweiten Album in gerade mal knapp sieben Jahren. Man nehme den Rotz und den verruchten Charme von Kapellen wie Midnight, Whipstriker oder Venom, mische einen Basssound in bester Motörhead Tradition bei und kombiniere das mit – teils echt filigranen – Gitarrenmelodien in steinalter NWOBHM Tradition. Es rumpelt, knallt und scheppert im Karton, die räudigen Vocals von Dan Chainsaw scheinen dem Gehörnten selbst zu entstammen und doch machen ihre düsteren Obszönitäten einfach Spaß. Anspieltipp: ´Obscene Cult´ mit dem eingestreuten und durch Star Wars Filme legendären ´Imperial March´.
Wer auf die genannten Einflüsse abfährt, wird mit diesem halbstündigen Rotzklumpen seine helle Freude haben. Um wirklich aus den großen Namen hervorzustechen, braucht es aber in manchen Punkten noch das feine Extrakörnchen Eigenständigkeit. Auf einem guten Weg ist das Trio dennoch…
Marius Gindra vergibt 7,5 von 10 Punkten


