NECROFIER – TRANSCEND INTO OBLIVION

NECROFIER

Titel: TRANSCEND INTO OBLIVION

Label: METAL BLADE RECORDS

Spieldauer: 58:16 Minuten

VÖ: 27. Februar 2026

Es ist ihr drittes Album, das NECROFIER mit „Transcend into Oblivion“ veröffentlichen. Labeltechnisch ist man mittlerweile bei der alteingesessenen Stahlschmiede Metal Blade gelandet. Das Album besteht aus insgesamt 12 Songs wobei dabei neun Songs drei zusammenhängenden Kapiteln zugeordnet sind. Die drei verbleibenden Tracks dienen als instrumentale Übergänge bzw. als Outro.

Beim ersten Hören war ich etwas vom Sound überrascht. Ein leichter Hall schafft einen doch sehr räumlichen Klang, der allerdings nach dem zweiten Durchlauf seine eigene Dynamik erzeugt und gut zum Album passt.  Songwriterisch packen die Texaner allerhand Einflüsse aus vorrangig skandinavischen Meistern wie Dawn, Watain oder Nidaros Bands zusammen. Sie schaffen es immer wieder eine rasende und düstere Stimmung zu erzeugen. Bei den ein oder anderen Keyboardeinsätzen kommen einem sofort Emperor in den Sinn. Entspannte Momente und griffiges Riffing sorgen für Spannungsbögen und ausreichend Wiedererkennungswerte, was die Songs nachhaltiger und erlebbarer macht. Im Kern sind NECROFIER oft und gerne in den oberen Geschwindigkeitssegmenten unterwegs. Die Fähigkeiten insbesondere denen des Schlagzeugers Dobber Beverly sind dafür mehr als ausreichend vorhanden. 

Es bleibt insgesamt ein starkes Album, das nicht von der ersten Minute an zündet sondern erst nach mehreren Durchläufen sein ganzes Potenzial offenbart, den Hörer aber dann in seinen diabolischen Fängen und bösen Raffinessen fesseln kann. Durchaus empfehlenswert, benötigt aber etwas Geduld um die Scheibe vollends zu erfassen.

Ingo Holzhäuser vergibt 8 von 10 Punkten