W.E.B.
Titel: DARKNESS ALIVE
Label: METAL BLADE RECORDS
Spieldauer: 43:14 Minuten
VÖ: 20. Februar 2026
Drama, Energie, Intensität und Emotion sind die Trademarks, welche die Musik und die Auftritte der griechischen Symphonic Extreme Metaller W.E.B. aus- und besonders machen. “Darkness Alive“, der erste Livedreher der Truppe soll genau dies einfangen und dem Hörer nach Hause transportieren.
Dafür wurde der Auftritt mit Dark Funeral am 22. September in Athen aufgenommen und nun als Silberling mit gut vierzig Minuten Spielzeit und acht Songs veröffentlicht. Der Schwerpunkt der Setliste liegt mit vier Songs auf der aktuellen “Colosseum“ Scheibe, beispielsweise der packende `Dark Web´ Albumopener und das atmosphärisch-düstere `Pentalpha´.
Daneben gibt es einige ältere Stücke zu hören, darunter das schnelle `Dragona´ mit seinem epischen Finale und als weiteres Highlight wieder etwas neueren Datums den `Into Hell Fire We Burn´ Titeltrack der gleichnamigen EP von 2023 mit seinem mitreißenden Black/Heavy Metal Mix und unwiderstehlichem Singalong-Chorus.
Besetzungstechnisch fängt die Live-Darbietung einen Moment des Übergangs ein, denn während hier Gitarrist/Sänger Sakis Prekas, Hel Pyre (Bass & Vocals) sowie der neue Drummer Vasilis Nanos zu hören sind stießen Leadgitarrist Alex Despotidis und der zweite Bassist Babis Kapageridis erst später zur Band.
Der Sound-Mix aus brutal und melodisch bis symphonisch kommt gut rüber, die Live-Atmosphäre lässt allerdings ein wenig zu wünschen übrig, was auch daran liegen mag, dass aufgrund des Heimspiels in der Hauptstadt alle Ansagen ausschließlich auf Griechisch erfolgen. Während der Songs ist nur selten eine Reaktion oder ein Mitgehen des Publikums hörbar.
Musikalisch präsentiert die Truppe sich voll auf der Höhe, von daher ist “Darkness Alive“ eine ganz gute Gelegenheit, sich mit dem Stilmix der Band in der eindringlichen, rasanten, direkten Live-Situation vertraut zu machen, mit einem besonders aufregenden oder außergewöhnlichen Livedreher haben wir es hier jedoch nicht zu tun.
Von daher sind auch die selbst angestellten Vergleiche zu Iron Maidens „A Real Live/Dead One“, Metallicas Liveshit, Slayers “Decade of Aggression” und Slipknots “Disasterpieces” vielleicht in Sachen Bedeutung für die Band angemessen, in Sachen Qualität, Nachdruck und Leuchtkraft sind diese allerdings von einem ganz anderen Kaliber.
Michael Gaspar vergibt keine Bewertung


