EXHUMED
Titel: RED ASPHALT
Label: RELAPSE RECORDS
Spieldauer: 36:36 Minuten
VÖ: 20. Februar 2026
EXHUMED mit den beiden Hauptprotagonisten Ross Sewage (Bass, Vocals) und Gründer Matt Harvey (Gitarre, Vocals) sind legendär. Mit Gore Metal und Slaughtercult legten sie den Grundstein ihrer rauschenden Underground Karriere. Hier wird gemetzelt und gegoret, dass die Schwarte kracht. Durchaus durch Bands wie Carcass oder Necrony beeinflusst fräsen die Kalifornier durch den Stilmix aus Goregrind und Death Metal. Angenehm finde ich zudem, dass sie ihren Sound nicht in Richtung Thrash Metal haben sausen lassen auch wenn die slayersche Morbidität in einigen Riffpassagen herauszuhören ist. Aber EXHUMED verstehen es ihren Signaturesound zu erhalten und leicht weiter zu entwickeln. Death Revenge von 2017 war eines der stärksten Alben im Death Metal der letzten Jahre und mit Spannung hören wir uns den neuen Output „Red Asphalt“ an.
Hier wird von Anfang an aufs Vortrefflichste gesägt, gekotzt und gesplattert. EXHUMED machen klar wofür sie – immer noch – stehen. Der leicht rumpelige Charme, die kompromisslose Art des Death Metals, der nicht zum einfältigen Thrashverschnitt dritter Klasse mit Melopassagen und Plastikproduktion verkommen ist. Die Kalifornier scheuen sich nicht slayereske Anwandlungen, doomige Monsterriffs oder Highspeedattacken aneinander zu kleben. Das Duo der Albummitte bestehend aus ‚Shovelhead‘ und ‚The Iron Graveyard‘ steht exemplarisch dafür. Zudem haben EXHUMED einige feine Soli und Leads in ihrem Metzgersound vergraben, über dem die bellend-kotzenden Organe von Sewage und Harvey thronen.
Ich bin ehrlich, wenn ich sage, dass ich nicht allzu viel erwartet habe. Aber EXHUMED überzeugen auf „Red Asphalt“ auf ganzer Linie und lassen das Death Metal Genre zusammen mit der neuen Casket geradezu hervorragend ins neue Jahr starten. Das Coverartwork ist wie so oft bandgerecht gestaltet. Geniale Scheibe! Wie immer über Relapse Records.
Ingo Holzhäuser vergibt 9 von 10 Punkten


