EPINIKION – THE FORCE OF NATURE

EPINIKION

Titel: THE FORCE OF NATURE

Label: DR. MUSIC RECORDS

Spieldauer: 52:59 Minuten

VÖ: 06. Februar 2026

Nightwish, Epica, Within Temptation, Delain, Blackbriar – die Liste der bekannten Symphonic Metal Bands aus den Niederlanden ist lang. Die ursprünglich 2020 als Rock-Opern-Projekt von Gitarrist Robert Tangerman und Keyboarderin Renate de Boer ins Leben gerufenen EPINIKION gehören (noch) nicht dazu. Die Band schickt sich aber an, vier Jahre nach dem Longplay-Debüt “Inquisition“ ihr Zweitwerk “The Force Of Nature“ zu veröffentlichen und sowohl Natur- als auch musikalische Klanggewalten zu entfesseln.

Kraftvoll, dramatisch und stürmisch präsentiert sich der epische Symphonic Metal der Band, die neben den beiden genannten Gründungsmitglieder derzeit aus Sängerin Kimberley Jongen, Leadgitarrist Maarten Jungschläger, Bassist Rutger Klijn und Schlagzeuger Michal Gis besteht, die gemeinsam ein harmonisches Klangbild zu einem cinematischen, üppigen Sound formen. “Hans Zimmer on steroids” – wie es einmal augenzwinkernd beschrieben wurde.

Nicht nur der mitreißende Titeltrack entfaltet eine ungezügelte Energie mit treibenden Gitarrenriffs, symphonischen Klangwänden und dem ausdrucksstarken Gesang der Fronterin. Der zweite Single-Ohrwurm `Lessons In Life (Are For Free)´vermittelte die hoffnungsvolle Botschaft, den eigenen Weg zu gehen. Filigrane Keyboard- und Gitarrenarrangements und facettenreiche Kompositionen sorgen für Abwechslung, mal ruhig und zerbrechlich, mal energisch, hart und schnell. Kein Wunder, geben EPINIKION doch zu Protokoll, die Power des klassischen Metal mit der Agression von Bands wie Trivium und Machine Head sowie ihrer orchestralen Wucht vereinen zu wollen.

Und das gelingt über die gesamte Spielzeit ausgewogen, vielseitig und kurzweilig. Mit `Your Ultimate Joy´ greift die Band das Thema toxische Beziehungen auf, `Don’t Wake Up The Dead´ ruft dazu auf, Vergangenes hinter sich zu lassen und die dritte Auskopplung `Run With The Wolves´ widmet sich der Natur und ihrer Elemente und greift so auch den Albumtitel wieder auf.

Bombastische Orchestrierungen, die starke Gesangsleistung von Kimberley Jongen, dramatische Arrangements und emotionale Intensität machen aus der Scheibe ein symphonisch-melodisches Spektakel und ein packendes, nachhaltiges Stück Symphonic Metal.

Michael Gaspar vergibt 8 von 10 Punkten