CRYSTAL LAKE – THE WEIGHT OF SOUND

CRYSTAL LAKE

Titel: THE WEIGHT OF SOUND

Label: Century Media Records

Spieldauer: 40:54 Minuten

VÖ: 23. Januar 2026

Aus Japan kommen CRYSTAL LAKE und bringen ihren siebten Langspieler mit. Die asiatischen Metalcore-Größen haben auf “The Weight of Sound” den neuen Sänger John Robert C (ehemals The Last Ten Seconds Of Life) am Start. Wer die Band nicht kennt, dem sei gesagt, dass sich ihr Sound vom Metalcore und Hardcore inspirieren lässt und beide Stilrichtung miteinander verschmelzen lässt. Mit den Gästen Jesse Leach, David Simonich, Taylor Barber, Myke Terry und Karl Schubach unterstreichen die Japaner ihre verschiedenen Einflüsse und impfen “The Weight Of Sound” mehr Vielfalt ein – dem Signature-Sound aber treu bleibend. Die Platte umfasst elf Titel und wurde von Jeff Dune (Knocked Loose, Make Them Suffer, Currents) gemischt und gemastert. Los gehts!

Der Opener ‘Everblack’ legt gleich mal kräftig los, schleudert euch ein fettes Core-Brett in die Fresse, und das mit Support von SIGNS OF THE SWARM Growler David Simonich. In ‘BlüdGod’ gibts gleich die nächste Collab, dieses Mal mit Taylor Barber, Frontmann der Deathcore-Formation Left To Suffer. Brutal ist also in der DNA des Liedes, dass die “kraftvolle Botschaft darüber, dass wir uns im Streben nach Geld den ‘Blutgöttern’ der Unternehmen opfern” vermitteln möchte. Im Dezember 2025 feuerten die Japaner die Single ‘Neversleep’ (feat. Myke Terry) raus, gefolgt vom wütenden ‘King Down’, in dem es um Machtmissbrauch, Verrat und das bewusste Zerstören von etwas, das mal als “Familie” oder Gemeinschaft verkauft wurde, geht. ‘The Undertow’ (feat. Karl Schubach) hält die Intensität und druckvolle Gangart aufrecht, garniert mit Sax-Klängen, die für Abwechslung sorgen. Ruhig startet der emotionale Titelsong ‘The Weight of Sound’. Die Nummer bleibt auch im eher soften Metalcore Fahrwasser, was auch an der lyrischen Ausrichtung liegt, denn ‘The Weight of Sound’ handelt von emotionaler Erschöpfung, innerem Lärm und dem Wunsch, aus einer schmerzhaften Beziehung oder Lebensphase “nach Hause” – also zu sich selbst – zurückzukehren. Nach dem Nackenbrecher ‘Crossing Nails’ ist KILLSWITCH ENGAGEs Jesse Leach in ‘Dystopia’ zu hören, eine Nummer, die man so auch von den US-Metalcore Größen erwarten könnte – diese Collab passt also wie die Faust aufs Auge. ‘Sinner’ gehört zu den melodischen Songs auf “The Weight Of Sound” und hat einige Female Vocals zu bieten, die Tiefgang verleihen. Voll auf die Mappe hauen CRYSTAL LAKE in ‘Don’t Breathe’, aber den Abschluss machen sanfte Töne – u.a. vom Piano – im klangvollen ‘Coma Wave’.

“The Weight Of Sound” ist ein druckvolles, das ihren Mix aus Metalcore und Hardcore konsequent weiterführt – auch mit neuem Sänger bleibt man den Wurzeln treu, setzt aber gezielt auf Abwechslung und unterschiedliche Einflüsse. Die zahlreichen Gäste sind sinnvoll eingebunden und fügen sich organisch ins Songwriting ein. Zwischen kompromisslosen Brechern, wütenden Nummern und ruhigeren Momenten verliert die Platte nie an Intensität. “The Weight Of Sound” ist fordernd, emotional und zeigt CRYSTAL LAKE in starker Form.

Tobi Stahl vergibt 8 von 10 Punkten