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EDENBRIDGE – Klangwelten zwischen Licht und Schatten

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EDENBRIDGE aus Österreich melden sich mit ihrem zwölften Studioalbum “Set The Dark On Fire” zurück – vier Jahre nach “Shangri-la”, das noch bei AFM Records erschien. Die Zeiten ändern sich, und so erscheint das neue Werk am 16. Januar 2026 bei Steamhammer. Blickt man gut 26 Jahre zurück bis zum Debüt “Sunrise in Eden”, das bei Massacre Records veröffentlicht wurde, wird schnell deutlich, welche beeindruckende musikalische Entwicklung EDENBRIDGE seitdem durchlaufen haben.

Mit “Set The Dark On Fire” wollen die „Label-Rückkehrer“ neue Soundwelten erschließen, ohne ihre bewährten Trademarks aus den Augen zu verlieren. Ein deutlich härterer Grundsound bildet die Basis und passt zur lyrischen und visuellen Ausrichtung der Band um Sängerin Sabine Edelsbacher sowie Komponist, Gitarrist und Keyboarder Lanvall.

Das aktuelle Line-up besteht aus Sabine Edelsbacher (Vocals), Lanvall (Lead & Rhythm Guitar, Acoustic Guitars, Piano, Keyboards sowie diverse weitere Instrumente), Johannes Gral (Drums), Steve Hall (Bass) und Sven Sevens (Lead Guitar).

Zeit also, mit EDENBRIDGE über Vergangenheit, Gegenwart und die neuen Wege von “Set The Dark On Fire” zu sprechen und das mit Sabine und Lanvall!

Tobias:
Hallo nach Österreich zu Sabine und Lanvall von EDENBRIDGE! Wie geht es euch aktuell als Band, und wie habt ihr Weihnachten sowie den Jahreswechsel verbracht? Gab es bei euch diesmal wenigstens etwas Schnee? Ich vermisse den total – bei uns gab es seit über 15 Jahren zu Weihnachten keinen mehr.

Lanvall:
Hi Tobias! Relativ ruhig mit Familie und Freunden. In den höher gelegenen Regionen gibt es Schnee, bei uns hat es Ende November mal ordentlich geschneit, der blieb allerdings nicht lange liegen.

Sabine:
Hallo Tobias! Das mit der Weihnachtsstimmung nimmt etwas ab, wenn der Schnee ausbleibt, aber wir waren ohnehin so mit der Albumpromotion beschäftigt, dass Weihnachten etwas zu schnell vor der Tür stand. Dennoch habe ich Zeit gefunden, Vanillekipferl nach Omas Rezept zu backen – das sind einfach die besten lächelt

Tobias:
EDENBRIDGE sind mit “Set The Dark On Fire” nach vier Jahren zurück. Wie fühlt es sich an, wieder ein neues Album draußen zu haben?

Lanvall:
Großartig, weil die Reaktionen größtenteils überwältigend sind, was uns schon sehr freut und zeigt, dass wir alles richtig gemacht haben.

Tobias:
Wenn man den Weg von “Sunrise in Eden” bis heute betrachtet, liegt eine lange musikalische Reise hinter euch. Spielt das beim Schreiben neuer Songs noch eine Rolle, oder konzentriert ihr euch ausschließlich auf das, was EDENBRIDGE aktuell ausmacht?

Sabine:
Gestartet hatten wir mit einem neuen Genre, dem Angelic Bombast Metal. Dort hatten wir uns selbst verortet, weil es schwierig war, uns einzuordnen. Es beschrieb das Powervolle wie das Melodiöse sowie das Mystische – geprägt durch die Lyrics und meine helle Stimme. Man darf nicht vergessen, dass EDENBRIDGE aus einem Vorprojekt entstanden ist, in dem ich bereits 1996 die Sängerin war. Mit unserem Debütalbum sind wir dann aber in eine Zeit gefallen, in der Female Fronted Metal plötzlich als Stilrichtung ausgerufen wurde. Das hatte zur Folge, dass alle Bands mit Frau am Mikrofon in einen Topf geworfen und untereinander verglichen wurden. Dabei wurde jedoch nicht differenziert, was musikalisch eigentlich passiert, was sehr schade war. Wir hatten es nicht leicht, uns selbst zu definieren, weil wir eben nicht in einen Topf wollten. Irgendwann haben wir es aber akzeptiert, zumal uns das Feedback der Fans wichtiger war und wir ohnehin immer unserer Intuition gefolgt sind, den eingeschlagenen Weg unbeirrt fortzusetzen. In der Rückschau sind wir von dem himmlisch Hellen mit jedem Album erdiger geworden und haben dennoch unsere Trademarks beibehalten. Wahrscheinlich haben wir das beim Universum mitgebucht, als wir uns für den Namen EDENBRIDGE entschieden haben. EDENBRIDGE – ein Mix aus Symphonischem, ziemlich bombastisch und heavy, gerne auch balladesk, mit einem Schuss Progressivität, manchmal auch doomig und immer melodiös.

Lanvall:
Die Vergangenheit spielt selten eine Rolle, außer dass wir natürlich unsere Trademarks haben. Aber es ist eine konstante Weiterentwicklung und eine Suche nach neuen musikalischen Ausdrucksformen, die uns antreibt, immer einen Schritt vorzugehen und niemals auf dem Erreichten auszuharren.

Tobias:
Ihr habt angekündigt, dass “Set The Dark On Fire” härter ausgefallen ist, ohne eure typischen Trademarks aufzugeben. Wie ist dieser Unterschied konkret ausgefallen, und was können Fans – alte wie neue – von dem Album erwarten?

Lanvall:
Das liegt einerseits daran, dass die meisten Grundriffs der Songs tiefer liegen und der Bass dieses Mal wesentlich mehr Raum hat und mehr Distortion aufweist. Das lässt wiederum die Gitarren heavier erscheinen. Bei den Gitarren haben wir den unteren Mittenbereich verstärkt angehoben, das macht diesen Dream-Theater-mäßigen Mesa-Boogie-Rhythmussound aus, der unsere Siebensaiter noch einmal ordentlich pusht.

Sabine:
Der Signatur-Sound entsteht ganz natürlich, wenn man sein eigenes Ding durchzieht. Sich persönlich wie musikalisch von innen heraus weiterzuentwickeln ist sinnvoller, als sich ständig zu vergleichen, zu kopieren oder irgendwelchen Trends hinterherzulaufen. Wie gesagt, sind wir seit dem ersten Album schrittweise härter geworden. Meine Stimme ist heute resonanzreicher, aber ich schaffe nach wie vor oder sogar noch besser die hohen Töne aus der Anfangszeit. Das Erdige und Powervolle konnte ich ausbauen, war aber ohnehin immer damit beschäftigt, mehr Ausdruck in den Sound zu bringen, ohne auf Klarheit zu verzichten, so wie es die Fans der ersten Zeit vermutlich zu schätzen wissen. Das ist aber alles auch eine natürliche Entwicklung gewesen – so wie ziemlich alles bei uns.

Tobias:
Auf “Set The Dark On Fire” setzt ihr mit Hackbrett, Swarmandal, Monochord und elektrischer Sitar Instrumente ein, die man im Metal eher selten hört. Wo kam die Idee dafür her, wann im Songwriting-Prozess wurden sie eingebaut, wie habt ihr sie ins Arrangement integriert – und wo sollten Fans besonders genau hinhören? Gab es darüber hinaus noch weitere eher ungewöhnliche Instrumente, die auf dem Album zum Einsatz kamen?

Lanvall:
Ich besitze etliche dieser Instrumente und setze sie dort ein, wo sie meiner Meinung nach dem Song einen Mehrwert geben, der mit Synthesizern und Samples nicht zu erreichen ist. Diese Instrumente haben einen hohen Obertonreichtum, der dieses gewisse Extra mit hineinbringt. Gerade das Hackbrett ist dafür ein gutes Beispiel. Es wird in erster Linie in der traditionellen Volksmusik gespielt, ist aber meiner Meinung nach extrem vielseitig und kann eine geradezu mystische Atmosphäre erschaffen. Deswegen wird dieses Instrument auch in der irischen oder persischen Musik eingesetzt. Ich hatte das Glück, an einen Hackbrettbaumeister aus Bayern zu geraten; er baute für mich sein letztes Instrument vor seiner Pensionierung. Das Spielen ist für mich ein meditativer Prozess – einfach traumhaft. Die Swarmandal, eine indische Zither, habe ich in einem Geschäft für Ethnoinstrumente entdeckt und mich sofort verliebt. Sabine hat sich vor ein paar Jahren ein Monochord gekauft, das auf der anderen Seite auch mit einer Koto, einer japanischen Zither, sowie einer Tampura, einer indischen Langhalslaute, kombiniert ist. Viele andere Instrumente habe ich auch von Reisen mitgenommen. Sie kommen in erster Linie in den Songs ‘Where the wild things are’, ‘Divine Dawn Reveal’ und ‘Lighthouse’ zum Einsatz.

Tobias:
Sabine, du hast gesagt, dass dich die Songs stimmlich bis an die tiefsten Tiefen und in die luftigsten Höhen gebracht haben und sich während der Aufnahmen plötzlich eine neue Mühelosigkeit eingestellt hat. Was hat sich für dich konkret verändert – eher technisch, im Kopf oder im Umgang mit Emotionen beim Singen?

Sabine:
Wir sind natürlich mit der ganzen Thematik tief verbunden, und so hat das Album von mir im Vorfeld einiges eingefordert. Eine üble Zwerchfellspastik hatte mich komplett außer Gefecht gesetzt. Keine Atemübung oder manuelle Therapie hat zunächst geholfen. Meiner Ärztin hatte ich zu verdanken, dass ich erst einmal wieder aufrecht gehen konnte und dabei Luft bekam. An Singen war da nicht zu denken. SIBO – also eine Dünndarmfehlbesiedelung mit Fruktoseintoleranz – war die Hiobsbotschaft, und das kurz vor Weihnachten. Eine Diät ohne Zucker, kein Obst, keine Kohlenhydrate – für mich als Vegetarierin – ich hatte Fragezeichen, was überhaupt geht, hatte aber auch keine andere Wahl, als strikt zu sein. Es war purer Stress für mich, ob ich das im Studio überhaupt schaffe. Mein ganzer Körper war im Umbau, und überall hat es gezwickt und mich daran gehindert, auf mein Potenzial zuzugreifen.

Das ganze Desaster ermöglichte mir aber auch eine Musterveränderung, wie ich generell verschiedene Dinge angehe. Plötzlich machte ich zwischendurch während der Vorbereitungen die Erfahrung einer neuen Mühelosigkeit beim Singen. Das Resultat meiner anhaltenden Experimentierfreude war nämlich: mehr Ausdruck durch weniger Impact. Das ließ sich aber nicht sofort auch im Studio abrufen. Jeder Studiotag war erst einmal Therapie für mich, denn am darauffolgenden Tag ging es mir trotz stundenlanger Anstrengung körperlich immer besser. Ich hatte mir mein Zwerchfell regelrecht “ausgebügelt” durch das Singen. Nachdem ich dann mit meiner neuen Mühelosigkeit auch im Flow war, so wie früher, hatte ich ein neues Level erreicht, das mir echt Freude bereitete.

Genau an diesem Punkt im Körper, im Zwerchfell beziehungsweise Solarplexus, befindet sich diese innere Sonne, von der in ‘Cosmic Embrace’ die Rede ist. Es ist das sensible Nervengeflecht, das uns stark auf Emotionen reagieren lässt und gerne blockiert, wenn alles zu viel wird oder uns etwas im Magen liegt. Ich kenne dieses Thema also gut.

Tobias:
Hast du das Gefühl, dass sich diese neue Leichtigkeit auch live bemerkbar macht oder vielleicht sogar euer weiteres Songwriting beeinflussen wird?

Sabine:
Soweit ich weiß, hatten wir das Jahr der Schlange, und bekanntermaßen häutet sich diese von Mal zu Mal. Das ist in etwa mein Erleben. Aber die Veränderung wird wohl auch in Zukunft kein Ende nehmen, hier im Erdenkostüm *lächelt. Ich habe jedenfalls auf verschiedenen Ebenen einiges in mir selbst neu geordnet beziehungsweise neue Herangehensweisen gewählt. Den Ruf dazu hatte ich schon früh im letzten Jahr gespürt. Allerdings hatte mich das eher verwirrt und gestresst. Ich war müde. Eingeleitet durch die Zwerchfellspastik ging dann erst einmal die Post ab. Insgesamt gehört Bewusstseinsarbeit für mich zum Tagesgeschehen, von daher bin ich achtsam mit dem, was mir das Leben so hereinspielt. Wenn ich sage, dass ich diese neue Leichtigkeit im Singen auch im Alltag einlade, bedeutet das nicht, dass mir das immer auch so gelingt. Allerdings erlebe ich regelmäßig Wunder, und ich spüre in vielen Dingen eine tiefe Dankbarkeit, die in dieser Sache einfach hilfreich ist. Ich gehe davon aus, dass sich diese Leichtigkeit in Form von Freude auch live bemerkbar macht. Das nehme ich zumindest jetzt schon während der Vorbereitungen so wahr. Auf den Songwriting-Prozess hat unser Erleben natürlich einen starken Einfluss, aber was die Zukunft bringen wird, steht derweil noch in den Sternen.

Tobias:
Ihr habt erwähnt, dass der Refrain von ‘The Ghostship Diaries’ mehrfach gelayert wurde. Könnt ihr erklären, was ihr euch technisch davon versprochen habt und welchen Effekt dieses Layering im Song konkret erzeugt?

Lanvall:
Das Layering bezieht sich in erster Linie auf die fetten Chöre und das Wechselspiel zwischen den Chören und den Lead Vocals von Sabine. Die Herangehensweise an diesen Refrain war eher untypisch für uns, was den ganzen Prozess wieder extrem spannend macht.

Tobias:

Zum Titeltrack ‘Set The Dark On Fire’ gibt es bislang “nur” ein Lyric-Video. Ist darüber hinaus noch ein weiteres Video geplant, vielleicht mit Darstellern oder einer stärkeren visuellen Umsetzung? Und wie haben die Fans bisher auf den Song reagiert?

Lanvall:
Insgesamt gab es ja nun schon drei Videos und Singles. ‘Cosmic Embrace’ und ‘Where the Wild Things Are‘ waren beides Performancevideos mit Darstellern, die im September beziehungsweise November erschienen sind. ‘Set the Dark on Fire‘ war dann die dritte Single, und unser Drummer Johannes machte daraus ein fettes animiertes Lyric-Video.

Tobias:
Ist ‘Divine Dawn Reveal’ ein Intro zu ‘Lighthouse’? Wegen der leicht “exotischen” Vibes würde das gut passen.

Lanvall:
Ganz genau. Es ist das Intro, ich wollte es aber titeltechnisch trennen, was auch für die Streamingdienste besser ist.

Tobias:
‘Lighthouse’ bringt neben ordentlich Druck auch ein paar orientalische Anklänge mit – jene, die auch im Intro anklingen. Woher kam die Idee dafür, und entstehen solche kreativen, abwechslungsreichen Elemente eher spontan im Studio, oder habt ihr das im “Albumdrehbuch” vorher definiert?

Lanvall:
Das ist alles Teil des kreativen Prozesses und niemals auf dem Reißbrett konstruiert. Basis war eigentlich das orientalische Mainriff von ‘Lighthouse’, das dem ganzen ersten Teil plus Intro seine Identität gibt. Der Song nimmt allerdings im Mittelteil eine komplette Wendung, wechselt von einem 4/4- auf einen ¾-Takt und hat schon ein paar Parts drin, die echt crazy sind. Da wir den Song auf unserer kommenden Tour live spielen, erfordert das einiges an Vorbereitung, haha.

Tobias:
‘Spark Of The Everflame’ lebt von starken Melodiebögen, sehr präsenten Gesängen und dem Wechsel zwischen hymnischen, träumerischen Momenten und druckvollen, metallischen Parts. Wie seid ihr beim Schreiben vorgegangen, um diese Balance hinzubekommen, ohne dass der Song “auseinanderfällt”?

Lanvall:
Basis war hier der komplette erste Teil „Let Time Begin“, den ich am Piano schrieb. Teil zwei, „The Winding Road to Evermore“, startet dann mit unseren wohl härtesten Riffs bisher und ist der Hauptteil mit dem titelgebenden Chorus. Nach Beendigung dieser beiden Teile wusste ich, dass der Song so nicht enden könnte, und ich ließ ihn dann einfach mal eine Zeit lang liegen, bis mir die Idee für den rein orchestralen nächsten Part „Per Aspera Ad Astra“ kam. Das Finale „Where it ends is where it starts“ greift dann wieder etliche zuvor vorgestellte Motive auf und endet in einem großen Finale.

Tobias:
Steht bereits fest, wann und wo “Set The Dark On Fire” live umgesetzt wird, und werdet ihr ‘Spark Of The Everflame’ komplett live spielen?

Lanvall:
Wir gehen im Februar/März auf Europatour und haben mit FlowerLeaf und Miracle Flair zwei Female-Fronted-Bands mit im Gepäck. Ich denke, das wird ein toller symphonic-Metal-Abend für die Fans. Wir werden Teile von ‘Spark Of The Everflame’ im Rahmen eines Medleys spielen.

Tobias:
Welche Rolle spielt für euch das direkte Feedback von vor der Bühne, gerade bei neuem Material, das live oft noch einmal anders wirkt als auf Platte?

Sabine:
Die Vibes sind wohl für jede Liveband wichtig, ganz klar. Man spürt, wenn das Publikum mitgeht und sich Energie im Raum aufbaut. Aber auch wenn in manchen Passagen viele Augen geschlossen sind, weiß man, dass die Menschen mit Herz und Seele dabei sind. Das Live-Feeling ist in jedem Fall anders als auf Platte, und von daher lohnt es sich, dabei zu sein. Danach wird man auch die Platte wieder anders hören.

Tobias:
Zum Ende noch offen gefragt: Gibt es etwas zu EDENBRIDGE oder “Set The Dark On Fire”, das bisher nicht zur Sprache kam, euch aber aktuell besonders wichtig ist?

Sabine:
Vielleicht noch eine kurze Erklärung, worum es in den beiden ersten Videosongs geht.

‘Cosmic Embrace’: Es geht um die innere Sonne, die es wiederzufinden gilt, weil sie uns in unsere Spur führt. Wenn es im Außen drunter und drüber geht, tut es gut, nach innen zu schauen und Stille zu finden, symbolisiert durch das Labyrinth, das auch unser Herz repräsentiert. Daraus entsteht in der Folge der Zugang zu unserer inneren Sonne, die sich mit der äußeren verbindet, welche uns nährt und das innere Feuer entfacht. Wir sind dann inspiriert, Dinge auf den Weg zu bringen oder wie Phönix aus der Asche aufzustehen.

‘Where The Wild Things Are’: Textlich geht es um Gaia, die Kraft von Mutter Erde, sowie um den Archetypus der weiblichen Urkraft, die durch Aleen, unsere Schauspielerin im Video, zum Ausdruck kommt. Repräsentiert durch Leidenschaft und durch eine unbändige Kraft ist sie eine Gefahr für jegliche Routine. Sie kennt keine Tabus, und ihr einziger Glaube sind die Elemente, mit denen sie sich verbunden fühlt. So ist Aleen ein Teil jedes Menschen hier auf Erden, wenn er wieder Zugang findet zu seiner Lebendigkeit.

Tobias:
Zum Schluss gehört euch das Wort: Habt ihr noch eine Botschaft für die Leserinnen und Leser von OBLIVEON?

Sabine:
Es ist kein Konzeptalbum, aber thematisch zieht sich ein roter Faden durch “Set the Dark on Fire“. Es geht darum, dass wir in einer Zeit leben, in der der kollektive Schatten sichtbar wird, und wir begrüßen das mit unserem Album. Nur was ans Licht kommt, kann von allen erkannt und folglich verändert werden. Als Band stehen wir seit über 25 Jahren für Transformation statt für Eskalation. Wer sich von unserer Musik emotional berührt fühlt, kann sie als Portal nutzen, um leichter und mit Inspiration in die eigene Spur zu finden. Das wünschen wir herzlichst allen, die das hier lesen.

Dankeschön Sabine und vielen Dank für eure Zeit und das Gespräch. Ich wünsche euch einen guten Start ins Jahr 2026.

Vielen Dank für das Interview, Tobias, und dir auch einen guten Start 2026.
Sabine und Lanvall

Interview: Tobias Stahl
Photocredits: Günter Leitenbauer/Johannes Gral