FOREVER AUTUMN – THE LAMENTATIONS

FOREVER AUTUMN

Titel: THE LAMENTATIONS

Label: INDEPENDENT RELEASE

Spieldauer: 37:47 Minuten

VÖ: 03. Januar 2026

Höchste Zeit, mal wieder weit über den metallischen Plattentellerrand zu schauen. Aus den Bergen, Seen und Wäldern der Region Berkshire in Massachusetts kommen FOREVER AUTUMN, eine einzigartige musikalische Entität, begründet und kreiert von Mastermind Autumn Ni Dubhghaill.

Der außergewöhnliche, urwüchsige, rhythmische Stilmix wird oft als Avant-Garde, Pagan Folk oder Acoustic Doom bezeichnet. Das emotionale und düstere Gewicht des Doom, kombiniert mit der kalten Aura des Black Metal erzeugen einen atmosphärischen, magischen „down to earth“ Sound.

Der US Neofolker hat bereits vier Alben wie „Patience Of ðm Fire-Keeper“ (2014) und Howls In The Forest At Dusk“ (2019) veröffentlicht und mit Künstlern wie Cellist Jon McGrath und Sänger Aaron Stainthorpe (Ex-My Dying Bride) zusammengearbeitet. Zudem erschien 2016 die Neuauflage „Waiting for Öktober MMXVI“ des Debütalbums. Aber die neue, nun vorliegende Scheibe „The Lamentations“ ist das Ergebnis einer einsamen künstlerischen Reise, denn sie wurde von Autumn alleine geschrieben, gespielt, aufgenommen und produziert.

Das Resultat sind sieben atmosphärische, hypnotische, intensive Tracks zwischen der Intimität eines Lagerfeuers, den mystischen Überlieferungen der Ahnen und der unberührten Wildness. Dabei übernimmt Autumn sämtliche Instrumente wie akustische Gitarre, Balalaika, Cello, Rasseln, Shaker, Tambourin und verschiedensten Trommeln selbst.

Dazu singt, schreit, heult, flüstert, haucht, krächzt und keift der Protagonist so intensiv und einnehmend, dass dem Hörer das Blut in den Adern wahlweise kocht oder gefriert und man sich manches Mal fragt, ob es sich dabei überhaupt noch um menschliche Laute handelt. Diese vielseitige Gesangs-Performance ist Grundlage eines packenden akustischen Black Metal Sounds.

Die „Klagelieder“ transportieren Urängste, Träume, Sorgen, aber auch Wärme und Reflektion, wenn man sich auf den wahrlich nicht alltäglichen Mix einlässt, und erzeugen meilenweit von Zivilisation und Meinstream entfernt, selbst in der reduzierten Instrumentierung und Intimität eine unerwartete Intensität, Kraft und Tiefe.

Michael Gaspar vergibt 7 von 10 Punkten